Regionalgruppe Bühren
Neue Regionalgruppe Bühren „natürlich-er-leben"
Neben den schon langjährig bestehenden, gut besuchten Öffnungszeiten unseres Naturgartens (Zier- u. Gemüsegarten) lief in 2010 das Projekt „natürlich-er-leben" an. Die Projektvorstellung, wie wir sie hier bei der örtlichen Volksbank einreichten, finden Sie im Anschluss. Die darin enthaltene Beschreibung Kräuter/Heilpflanzen beinhaltet für uns natürlich und in erster Linie die heimischen Wildpflanzen neben den Küchenkräutern.
Zu den Gartenöffnungszeiten legen wir regelmäßig Infomaterial über den Naturgartenverein in Form von Flyern, Mitgliederzeitschriften und den Büchern Naturoase Wildgarten/Wildpflanzen für jeden Garten/Wildblumen für Töpfe und Schalen von Reinhard Witt aus. Auch das große Biogarten Handbuch von C. und R. Fischer oder Wildgemüse und Wildfrüchte vom Autor Erich Heiß finden in den wechselnden Buchauslagen zu den Themen Wildpflanzen, Natur, Ernährung und Gesundheit ihren Platz.
Wichtig ist uns den Menschen zu vermitteln, was sie selbst tun können - nachhaltig für die Natur. Um die Arbeiten für Aussaat, Pikieren oder Eintopfen von Wildpflanzen unter Dach zu verrichten und damit auch der für Aussaat und Anzucht der Gemüsejungpflanzen und Küchenkräuter nötige Platz vorhanden ist, benötigen wir ein Gewächshaus. Ein gebrauchtes Haus von 3x8 m konnten wir günstig (80 Euro) erstehen. Da die Folie nicht mehr in Ordnung ist, werden wir diese im Frühjahr 2011 neu kaufen.
Jahresbericht 2011 und Ausblick 2012
Ansprechpartner der Regiogruppe:
Erika & Rolf Borchers
Hinter den Höfen 4
D - 37127 Bühren
T. 05502-2306
per E-mail nicht erreichbar
Projektvorstellung „natürlich-er-leben"
Während der Zukunftswerkstatt Bühren vor 6 Jahren meldeten sich mehrere Gartenbegeisterte, die sich einen Bio - Gemüseanbau für unseren Ort wünschten. Zunächst öffneten wir unseren Privatgarten für die Öffentlichkeit mit monatlichen Führungen durch diesen „Naturgarten Borchers". Im letzten Jahr wurden wir von mehreren Besuchern wiederum angesprochen: „Man müsste Gemüseanbau machen", oder „Die erstaunlich vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten für Kräuter müssten den Menschen näher gebracht werden". Mein Mann und ich entschieden daraufhin, dass die Zeit gekommen war, ein Projekt für Gemüseanbau und mehr ins Leben zu rufen. Wir luden Interessierte ein. Es trafen sich ab Herbst 2009 monatlich 10-14 Personen aus Göttingen, Bördel, Dransfeld, Löwenhagen, Scheden, Jühnde und Bühren. Darunter befinden sich u.a. Lehrer, Heilpraktiker, Biologen, Phytotherapeuten und Gemüseanbauer.
Der Gemüseanbau begann im April 2010 unter dem Projektnamen „natürlich-er-leben". Auf der gepachteten Fläche „Hoffmansche Wiese" wurde die Grasnarbe mit einem Bagger abgehoben und zu Wällen aufgesetzt, welche mit Stroh gemulcht wurden. Wenn hieraus Humus geworden ist, werden die Wälle wieder auf die Gartenfläche verteilt. Dann soll auf der Fläche ein Kräutergarten entstehen. In diesem Jahr wurden hier verschiedene Gemüsesorten auf ca. 500 m² zur Selbstversorgung von bisher acht Personen angebaut.
Geplant ist, die Anbaufläche zu vergrößern und ein Gewächshaus anzuschaffen. Ein Hauptanliegen dieses Projektes soll die Öffentlichkeitsarbeit sein. Wir wollen Kinder und Erwachsene einladen, um mit ihnen gemeinsam Heilpflanzen und Küchenkräuter zu pflanzen, pflegen und ernten, sowie auch zu verarbeiten zur gesunden Ernährung und zur Selbsthilfe. Es soll ein Kräutergarten werden zum Schauen, zum Entdecken und zum Tun.
Warum betreiben wir dieses Projekt?
Das Wissen um den derzeitigen Zustand (Gesundheit/Krankheit) von Mensch und Natur ist unsere Motivation, etwas zu verbessern. Kräuter haben eine heilsame Funktion mit ihren Inhaltsstoffen. Bei richtiger Anwendung helfen sie z.B. zu entschlacken und entgiften, das Blut zu reinigen, es zu verdünnen und neu zu bilden. Mit Tees (aus Kräutern) und Ernährung (mit frischem Gemüse) können alle Organe erreicht werden. Damit kann ein großer Beitrag zur Gesundheitsvorsorge geleistet werden, welcher in der heutigen Zeit leerer Krankenkassen eine wichtige Maßnahme darstellt. Kräuter sind in einem Millionen Jahre währenden Evolutionsprozess entstanden und sind keine künstlichen Produkte aus Menschenhand. Biologisch angebaute Kräuter und Gemüse belasten zudem keinen natürlichen Kreislauf.
Die Grundlage unserer Gesundheit sind eine gute Ernährung mit naturbelassenen Lebensmitteln und ausreichend Bewegung. Im Garten können wir uns bewegen, sind an der frischen Luft und können uns bei der Aussaat des Gemüses und der Kräuter schon freuen auf das, was nach der Ernte auf unserem Teller liegt. Bei der Gartenarbeit lernen wir viel über die Naturzusammenhänge. Im Garten können wir kreativ sein bei der Gestaltung, wir tragen auf einem kleinen Stückchen Erde zur Gesundung von Menschen bei. Mutter Erde helfen wir bei deren Gesundung, indem wir nachhaltig wirtschaften. Das heißt, wir bringen keinen Kunstdünger und keine giftigen Chemikalien in die Natur. Die Humusschicht des Bodens, und damit die Fähigkeit Wasser zu binden, wächst. Der Boden wird fruchtbarer durch ein gesundes Bodenleben.
Gott lässt gesunde und glückliche Menschen leben. Alles andere macht sich der Mensch selbst, denn wir haben uns zusammen mit der Natur entwickelt und sind untrennbarer Bestandteil von ihr. Der Hauptgrund für Krankheiten ist unsere widernatürliche Lebensweise. Veränderung erfordert eine hohe persönliche Verantwortung jedes Einzelnen sich selbst und auch den Mitmenschen gegenüber. Das ist unser Anliegen. Deshalb arbeiten wir an diesem Projekt.
Wir hoffen, wir finden ehrenamtliche Unterstützung, denn wir benötigen dringend:
1. Eine Komposttoilette
2. Einen Geräteschuppen
3. Einen geräumigen Aufenthaltswagen. Dieser soll als Gemeinschaftsraum für unsere Öffentlichkeitsarbeit, als Küche, Seminarraum und evtl. auch als Café genutzt werden.
Um die Öffentlichkeitsarbeit im größeren Maßstab betreiben zu können, sind wir auf finanzielle Unterstützung für diese Anschaffungen angewiesen.
Erika Borchers, D - Bühren. Privatgärtnerin im Einsatz für die lebendige Natur.
