Baubücher für naturnahe Gärten

Buchcover von Wie baue ich eine Kräuterspirale?

Erckenbrecht, Irmela

Wie baue ich eine Kräuterspirale?

Verlag: pala-Verlag Darmstadt
ISBN: 978-3-89566-220-1
Seiten/Umfang: 160 Seiten, Hardcover
Erschienen: 2006, überarbeitete 3. Auflage 2008
Preisinfo: 9,90 Euro
Leitfaden für die Gartenpraxis
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Der Bau einer Kräuterspirale ist eine wunderbare Möglichkeit, auf begrenztem Raum ein kleines Paradies zu schaffen. Das steinerne Beet ist eine ökologische Bereicherung für jeden Garten und gleichzeitig ein attraktiver Blickfang. Diese praktische Anleitung in sieben Schritten mit erklärenden Zeichnungen lässt den Wunsch nach einer eigenen Kräuterschnecke Wirklichkeit werden. Das Buch gibt präzise Antworten auf Fragen, die bei der Planung und beim Bau einer Kräuterspirale auftreten können. Schritt für Schritt begleitet es durch alle Phasen des Bauvorhabens – von der ersten Idee über den Erdaushub, das Mauern und Bepflanzen bis zur Pflege und Kräuterernte. Entwürfe zeigen, wie sich das Kräuterbeet harmonisch ins Gartenbild einfügen lässt. Ein Arbeitskalender informiert über wichtige Arbeiten rund ums Gartenjahr. Auch spezielle Aspekte wie das Bauen auf abschüssigen Grundstücken oder der Einbau von Nisthilfen für Tiere werden angesprochen. Für Anfängerinnen und Anfänger ist das Buch daher ebenso geeignet wie für fortgeschrittene Kräuterfans.

Buchcover von Alles über Naturstein

Friedrich, Volker

Alles über Naturstein

Verlag: Ulmer Verlag, Stuttgart
ISBN: 3800144395
Seiten/Umfang: 312 Seiten, 950 Farbfotos, 27 Zeichnungen und 10 Tabellen
Erschienen: 2007
Preisinfo: ab 39,90 Euro
Pflaster, Mauern und Treppen im Garten
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Ein gewagter Titel. Die "Alles über..."-Titel werden meist dem gesteckten Anspruch nicht gerecht. Doch dieser schafft es – beinahe. Dafür steht schon die unglaubliche Zahl von 950 Fotos, die einem Ideenfülle und Vielfalt ins Auge bringen, wie man sie sonst in keinem anderen Steinbuch sehen kann. Dafür reichen die 312 Seiten gerade so – und doch hätte man sich manches Foto größer gewünscht. Der suchende Leser wird auf jeden Fall fündig: Unzählige Ideen zeigt dieses im positiven fotolastige Buch: Pflaster in allen Facetten, Mauern, Plattenbeläge, Treppen nicht zu vergessen. Naturstein in Form des Steingartens, mit Beton kombiniert, mit Holz, Wasser, als Kunstobjekt, als Möbel und auch mit Pflanzen. Es gibt immer wieder einzelne Einschübe, die Schritt-für-Schritt verbildlichen, wie was gebaut wird. Das ist hervorragend und hilfreich. Ebenfalls weiterhelfend sind Bilder mit Fehlerquellen, und man kann bei Steinarbeiten vieles, sehr vieles falsch machen. Der Gartenbautechniker aus Oberhausen ist dabei natürlich kein Naturgärtner, auch das merkt man dem Buch an, er kommt als Anhänger des konventionellen Galabaus. So wird Pflaster betonverfugt und eine trocken aufgesetzte Natursteinmauer spielt im Buch eine untergeordnete Rolle. Bei manchem Bild gar graust es einem Naturgärtner, so etwa einige Beispiele von Bachläufen, manchen betonierten Treppen oder Teichsituationen. Und es wäre gewiss keine Fehlerquelle, ohne DIN-Norm eine Treppenanlage im Garten zu bauen, mit unterschiedlich hohen Natursteinen. Es ginge folglich naturnäher – vor allem bei der Bepflanzung. Hier fehlen viele schöne attraktive Arten, gerade bei den Kleingehölzen für Mauerkronen. Zuviel Kritik an diesem Buch jedoch ist unangemessen, denn der große Vorteil ist genau die Vielfalt der Beispiele. Eigentlich ist das Fleißbuch eine unglaublich reiche Fotosammlung mit etwas Textgarnierung. Hier wird nahezu jeder Suchende fündig. Wer also Beispiele für alle möglichen Situationen sehen will, dem sei es empfohlen.

Buchcover von Weidenflechtwerke

Fröhlich, Marion / Sturm, Peter

Weidenflechtwerke

Verlag: Ulmer Verlag, Stuttgart
ISBN: 978-3-8001-4895-0
Seiten/Umfang: 160 Seiten, 124 Farbfotos, 162 Zeichnungen
Erschienen: 2008
Preisinfo: 29,90 Euro
Lebendige Strukturen im Garten
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Im Vorwort schreibt Flechtmeister und –künstler Peter Sturm: "Flechtobjekte bilden eine Brücke zwischen Natur und Zivilisation". So ist es. Mit Weiden holen wir ein Stück archaische Geschichte in die Moderne, denn Weiden begleiten die Menschheit seit Anfang an. Einfache Flechtzäune für Garten und Vieh, Körbe, Korbwagen, Puppenwagen bis hin zu heutigen Korbmöbeln, Flechtwänden, Weidenart. Dieses Buch stellt eine gute Einführung in die Kunst des Flechtens. Im ersten Teil erfahren wir die Basics der Weidenwelt: Weiden in der Landschaft, die Tierwelt von Weiden, Heilwirkung. Welche Arten sind besonders geeignet für Flechtwerke – und was man alles mit Weiden anfangen kann. Teil zwei zeigt Werkzeuge, Flechttechnik und Tricks, angefangen beim Weidenkorb über Weidenzäune aller Art bis hin zu großen Weidenkuppeln und Bögen. Im dritten Kapitel wird es dann gartentauglich: Hier gibt es Beispiele von Paravents, Zäunen, Möbeln, Tipis, Iglus, Irrgärten, Schnecken bis hin zu Fantasieobjekten wie Drachen oder so etwas Schönem wie einem Weidengartenzimmer. Vielleicht brauchen Sie aber auch einen Pavillon, falls Sie nicht die Muschel bevorzugen oder einen lebendig wachsenden Weidenstuhl? Sie sehen, es wird zunehmend kreativer und wir staunen, was Weidenkönner alles kennen: Pflanzkegel, Kuppeln oder Zwiebeln als Rankhilfen, die sehr ästhetischen Spirillos, Deko-Rahmenelemente für Wände und Zäune. Weidenigel, Glocken, Kugeln, Nester, Kunstobjekte... Sie dürfen gedanklich auf Weidenameisen reiten oder unter einen Weidenbaumschirm Schatten genießen. Die Weide kennt keine Grenzen. Peter Sturm und Koautorin Marion Fröhlich ebenfalls nicht. Ein Buch, das Lust macht. Auf Weiden.

Buchcover von Das Naturgarten-Baubuch

Hilgenstock, Fritz / Witt, Reinhard

Das Naturgarten-Baubuch

Verlag: Callwey Verlag
ISBN: 3766715429
Seiten/Umfang: 216 Seiten, 280 Farbfotos, 50 Illustrationen
Erschienen: 2003
Preisinfo: ab 42,00 Euro

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Der europäische Naturgartenbau ist über 100 Jahre alt. Alte, fast vergessene Baustoffe, Bautechniken und Bauwerke werden in diesem Buch wieder zum Leben erweckt. Wie errichtet man eine Trockenmauer ohne Beton, so dass sie Jahrhunderte hält? Wie hintermauert und hinterfüllt man? Was ist ein naturnahes Bankett? Wie fertigt man fachlich hochwertige wassergebundene Plätze und Wege? In diesem Buch steckt das Wissen unserer Vorväter, die meisterhafte Naturbauwerke schufen, die uns noch heute staunen lassen. Nach dem richtigen Umgang mit dem Boden werden die im Naturgartenbau wichtigen regionalen Baustoffe vorgestellt. Im umfassenden Teil Bauwerke geht es von der Rohplanie über die Fundation mit natürlichen Materialien bis hin zu Natursteinmauern, Treppen, Wegen, Plätzen oder Zufahrten, Fassaden und Dächern – alles unter dem Blickwinkel naturnah. Sämtliche wichtigen Bautechniken werden durch klare Illustrationen und hilfreiche Schritt-für-Schritt-Fotos erklärt. Dem Wasser im Garten ist ein besonderer Teil gewidmet: Mit Folie, Bentonit oder Stabilit können Naturteiche oder Schwimmteiche abgedichtet werden. Bewegtes Wasser findet sich in Form von Regenwasserbachlauf oder Sumpfgraben. Selbst Spielanlagen für Kinder werden nicht vergessen, etwa ein Wasser-Spielplatz oder Weidenbauten. Zum Alten das Neue. Die zweite Buchhälfte ist geprägt von einem unkomplizierten, für manchen bestimmt provozierend wirkenden Umgang mit heimischen Wildpflanzen. Hier stellen die Autoren viele weitgehend unbekannte, in den vergangen Jahren entwickelte Bau- und Vegetationstechniken vor: die Anlage eines Blumen-Schotter-Rasen, die Ansaat einer Magerwiese im Kiesbett, Staudenpflanzungen mit sterilem Grünkompost, die Verwendung von Baumstecklingen, um nur einige der insgesamt 25 Schritt-für-Schritt-Anleitungen dieses Buches zu nennen. Das Kapitel Vegetationsflächen vermittelt schließlich die standortgemäße Verwendung heimischer Stauden, Gräser, Farne, Zwiebeln, Sträucher und Bäume. Der Pflege naturnaher Elemente dient ein eigenes Kapitel, zum Schluss dürfen Praxistipps zum Einsatz der richtigen Werkzeuge und Baummaschinen des Naturgartenbaus nicht fehlen. Im Anhang finden sich nützliche Fachbetriebsadressen für naturnahes Grün. Alt bewährte Naturgartenbautechnik und neu erprobter Umgang mit der hiesigen Flora ergeben eine gelungene Synthese für einen innovativen Weg der Garten- und Grüngestaltung. Wichtig für alle, die praktisch naturnah bauen wollen: Garten- und Landschaftsarchitekten, Garten-, Landschaftsbauer und Gestalter, kommunale Entscheidungsträger und nicht zuletzt Gartenbesitzer.

Buchcover von Das Wassergarten-Baubuch

Himmelhuber, Peter

Das Wassergarten-Baubuch

Verlag: Callwey Verlag
ISBN: 3766715941
Seiten/Umfang: 176 Seiten, 295 Fotos, 19 Pläne, Skizzen und Tabellen
Erschienen: 2004
Preisinfo: ab 18,57 Euro

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Nach dem Naturgarten-Baubuch vom Callwey-Verlag jetzt das Wassergarten-Baubuch. Landschaftsgärtner Peter Himmelhuber stellt in ihm im Wesentlichen eigene Projekte und Baustellen vor. Das Spektrum ist breit: Nach der Präsentation typischer Baustoffe kommen Praxisbeispiele von Wasserläufen am Hang, von Wasserbehältern, Kaskaden, kleinen Wasserstellen. Es folgen Kapitel über verschiedene Feuchtbiotope für Tiere und Pflanzen oder einen "Sumpf". Viel Platz wird dem Thema Schwimmteich, Badebecken und Kneippanlagen gewidmet, um den Bogen schließlich zur Wassergewinnung aus selbst gebauten Zisternen und Brunnen zu spannen. Die Bautechnik schließt mit einem Bachbau-Beispiel. Die meisten dieser Projekte sind in Schritt-für-Schritt-Fotos gut dokumentiert, so dass man einen nachvollziehbaren Einblick erhält. Den Abschluss des Buches bilden Kapitel über Pflanzen und Tiere am und im Wasser, über Pumpen und Co. Auch die Teichpflege fehlt nicht. In der Praxis muss man sich immer für eine von vielen möglichen Bautechniken entscheiden. Als "Substrat" im Wasser verwendet Himmelhuber für Gewöhnlich Rollkies. Damit haben andere Teichbauer nicht so positive Erfahrungen gemacht, sie setzen auf Wandkies oder sogar auf spezielle selbst gemischte Substrate für die Teichpflanzen. Rollkies bietet Wasserpflanzen keine Nährstoffe und lässt sich nahezu nicht reinigen (Algenprobleme). Apropos Pflanzen: In kleineren Teichanlagen sollten stark wuchernde Rohrkolben und Schilf vielleicht eher vermieden werden. Auch über einzelne Projekte mag man anderer Meinung sein: Der dargestellte Bau eines Schwimmteiches mit Betonwandschalung ist sicher nur eine Lösung von vielen, und dazu eine sehr aufwändig-komplizierte. Da gäbe es einfache, naturnähere Systeme. Und gewiss sind die auf S. 127 beschrieben Laichschnüre der Frösche keine solchen, sondern die von Erdkröten, denn Frösche legen Laichballen. Aber auch das wäre nur ein Detail. Alles in allem ist das Buch eine atequate Bereicherung für die Bibliothek, vielleicht und gerade wegen der manchmal unkonventionellen Beispiele. Eine inspirierende Lektüre für zukünftige Gartenbesitzer.

Buchcover von EthnoZappBauboom

Kalberer, Marcel

EthnoZappBauboom

Verlag: Selbstverlag Kalberer
ISBN: 3925817859
Seiten/Umfang: 46 + 95 Seiten, unzählbare viele Fotos
Erschienen: 1996
Preisinfo: ab 12,99 Euro
Tipis, Jurten, Schwarze Zelte - Handbuch für Naturbaustellen
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46 Seiten Beispiele von Tipis, Jurten und Schwarzen Zelten. 96 Seiten für das Handbuch für Naturbaustellen. Naturbau mit Stil, Kunst, Ästhetik, aber auch Witz, Pfiff und Flair. Neue Ideen, ein neues Image. Gezeigt wird, wie man mit Lehm, Beton, Abfällen, Schilf, Hanf, Ruten, Bambus und sogar Wasser und Eis künstlerisch und spielerisch bauen kann. Fotos und Zeichnungen verdeutlichen, was herauskommt und wie man die teilweise skurrilen Gebilde erstellt. Fantasievollste Anregungen für den Bau mit Naturmaterialien. Viele Tipps, wie sich die unglaublichen Gebilde Schritt für Schritt fertigen lassen. Das Buch eignet sich für alle gestalterisch tätigen Menschen, die einen frischen Wind in verstaubte Denkstuben wehen lassen wollen: vom Gartenbesitzer über die Kindergärtnerin, Lehrer bis zum Grünplaner oder praktischen Gartengestalter.

Buchcover von Das Bambusbaubuch

Kalberer, Marcel

Das Bambusbaubuch

Verlag: AT Verlag, Aarau
ISBN: 3038002151
Seiten/Umfang: 126 Seiten, über 200 Abbildungen
Erschienen: 2007
Preisinfo: ab 26,90 Euro

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Marcel Kalberer kennen wir als Pionier des Weidenbaus. Das Weidenbaubuch im gleichen Verlag ist ein Bestseller in inzwischen der 3. Auflage. Nun also Bambus + Kalberer. Darf der das überhaupt? Nach den heimischen Weiden nun exotischen Bambus? Er darf, und das macht er sogar sehr, sehr gut. Betrachten wir dieses Buch folglich einmal unter künstlerischen Gesichtspunkten. Seit vielen Jahren baut Künstler Kalberer auch mit den dünnen biegsamen Bambusrohren Objekte, meist zusammen mit anderen, nach Art der Weidenbauprojekte. Im Buch finden sich. botanische, technische, künstlerische und geometrische Grundlagen – in der sehr einprägsamen bildlichen Darstellung und Sprache Kalberers. Dem ersten Kapitel über das Material folgt die Praxis mit Spielen, Modellen, Aktionen und Projekten und - als letztes - die wunderschön anzuschauenden Beispiele: Pavillons und Arkaden, Schirme und Zelte, Türme und Tore, Brücken und Kuppeln, Raumstrukturen und Pflanzgitterwerke. Das Buch zeigt über 100 verschiedene Konstruktionen. Dass dabei Bauwerke von bis zu 15 m Höhe entstehen, ist keine Zauberei, sondern sauber illustrierte, erklärte Bautechnik. Gratulation Marcel Kalberer zu diesem Werk. Vielleicht bringt es ja mal ein asiatischer Verlag? Da wäre der Bambus ja original heimisch.

Buchcover von Das Weidenbaubuch

Kalberer, Marcel / Remann, Micky

Das Weidenbaubuch

Verlag: AT Verlag
ISBN: 3855026491
Seiten/Umfang: 128 Seiten, unglaublich viele Baufotos und Zeichnungen
Erschienen: 1999
Preisinfo: ab 26,90 Euro
Die Kunst, lebende Bauwerke zu gestalten
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Das hat uns gerade noch gefehlt! Das Weidenbaubuch! Wenn es so etwas wie eine Meisterschaft im Weidenbau gibt, dann gehört sie Marcel Kalberer und seinen Weggefährten. Der für viele als wild geworden geltende Architekt hat im Laufe von mehr als einem Jahrzehnt reichlich Normen gesprengt, u.a. auch die nützliche, dass Weidenbauten keine Bauwerke im technischen Sinne sind und deshalb keine baurechtliche Genehmigung brauchen. Dankeschön für dieses lebendige Geschenk, Marcel. Das Buch zeigt alle erdenklichen Weidenbauten - und alle unerdenklichen. Denn Weidenbau ist Fantasie pur. Es wimmelt nur so von wandelnden Zäunen, wachsenden Wohnhäusern, grünen Klassenzimmern, Fischen und Reusen, Irrgärten, Klettermonstern... Wir treffen auf die Weltenlaube, Kunstbaumspinnen, Rutenkratzer und ominöse Dinge wie Blaudom oder das Micky House. Der Traum (für Betonarchitekten auch Alptraum) von Kalberer und Mitstreiter Remann aber ist der Auerworldpalast. Noch 1998 auf den Naturgartentagen im hessischen Grünberg als von manchen Vision ungläubig bestaunt, grünt er heute tatsächlich: der weltgrößte Weidenbau, 25 Meter im Durchmesser, mit Platz für 1000 Menschen innen drin. In und mit diesem Buch wird deutlich, wie sozial Weidenbauen ist. Es ist ein großes Spaßwerk, was sich hier zeigt. Lachende Kinder, glückliche Eltern, zufriedene Bauherren allerseits. Auch den Autoren muss es Spaß gemacht haben, ihre witzig-skurrilen Kommentare sprechen für sich. Beim Lesen und Schauen wird einem deutlich, wie weit Kalberer seine Werke verbreitet hat, und mit wie viel Partnern. Der Schnelle Brüter steht in Bonn, Casa Noah in Freiburg, Rutenmenschen in Auroville, der Blaudom krönt Ulm, die Villages des Nomades beleben Antwerpen, den Rutenkratzer gab es auf der IGA Stuttgart. Und auch für die Zukunft ist gesorgt: Wandelgänge verschönern bereits das Mainufer Frankfurts, es wird sie auch als Expo-Projekte in Bonn, Berlin (2000) und in der Schweiz (2001) geben. Fassen wir es mal so zusammen: Marcel Kalberer und Micky Remann sind Lebenskünstler im positivsten Sinne. Davon könnten wir uns alle etwas abschneiden. Fangen wir damit gleich an. Mit den Weiden...

Buchcover von Naturstein Lexikon

Mehling, Günther / Germann, Albrecht / Kownatzki, Ralf

Naturstein Lexikon

Verlag: Callwey Verlag
ISBN: 3766715550
Seiten/Umfang: 448 Seiten, gebundene Ausgabe
Erschienen: Mai 2003
Preisinfo: ab 75,00 Euro

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Nicht nur um Steine aller Arten geht es in diesem Fachlexikon, sondern um Infos aus allen Bereichen des Steinmetzhandwerkers und der Natursteinindustrie. Bei insgesamt 5000 Stichwörtern aus Geologie und Mineralogie und den mehr als 1000 Skizzen und Abbildungen können Steinfans auch die letzte Frage stillen. Abgedeckt werden Natursteinvorkommen, –Gewinnung und Verfahren zur Steinbearbeitung. Daneben geht es um die vielen Möglichkeiten der Natursteinverwendung, Begriffe aus Kunstgeschichte und Architektur sowie rechtliche und betriebliche Aspekte der Arbeit mit Natursteinen. Die beiliegende CD-ROM ermöglicht eine Volltextsuche und den alphabetischen und thematischen Zugriff auf alle Texte bzw. über alle Steine. Nur auf der CD-ROM befindet sich ein umfangreicher Gesteinsteil mit fast 4000 Steinen, geordnet nach Handelsnamen, mit Angaben zu Ursprung und Verbreitung: Sie sehen schon: Hier geht es ins Detail, so wie es sich für ein Lexikon gehört. Aber für Steinfans ist diese Ausgabe des seit 1973 auf dem Markt befindlichen Klassikers sicher einen Blick wert.

Buchcover von Zäune aus Holz

Milan, Wolfgang

Zäune aus Holz

Verlag: Leopold Stocker Verlag
ISBN: 3-7020-1117-X
Seiten/Umfang: 134 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen und Zeichnungen
Erschienen: 2006
Preisinfo: ab 19,90 Euro
Alte Vorbilder, neue Formen
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Oje, oh, je! Latten, Staketen, Hanichl, Flecht, Lamellen, Palisaden, Spitz und das alles noch als Zaun im Garten. Dazu kämen dann Zäune rund um Haus und Hof, etwa Stangenhag, Bänderzaun, Schwartlingszaun, Koppelzaun sowie diejenigen Bauwerke, die Sicht-, Lärm- oder Windschutz geben sollen namens Bretter-, Schilf-, Lamellen- oder Sichtschutzzaun. Der Zäune viel und ein ganzes Buch voll, wohin soll das nur führen? Vielleicht zu einer neuen alten Zaunkultur, denn fast alle der von Wolfgang Milan vorgestellten Zauntypen sind traditionelle Formen, die es in der Gegenwart von Baumarktketten-Allerlei und Maschendrahtverhauen leicht schwer haben. Dabei, das zeigt dieses Buch, hat eigentlich jede Landschaft ihren Zaun - oder ist es umgekehrt? Gesichtslose uniforme Zäune, im schlimmsten Fall aus Tropenholz, die gibt es nur heute. Aber, auch das erkennen wir, nicht jeden althergebrachten Zauntyp will man aufgrund der langwierigen Bauweise wieder haben; manche Konstruktionen gehören eher ins Bauernhausmuseum denn um ein heutiges Bauernhaus. Das Buch zeigt ferner, dass Holzzäune der verschiedensten Art sehr schön zu moderner Architektur passen. Also brechen wir mal eine Lanze für den Zaun aus purem Holz und rammen die Lanze gleich als ersten Pfosten eines Stangenzauns ein. Oder soll es der Girschtenzaun sein in der einfachen Ausführung bzw. der Kreuzzaun? Sie notieren, wir befinden uns in Österreich, und noch nicht einmal auf Abwegen, denn diese Zäune gab es wirklich mal oft. Etwas zu kurz kommen, in dem sonst sehr kompetenten Buch lebendige Zäune aus Weiden und überhaupt neuere Entwicklungen von Zäunen. Wir denken beispielsweise an Staketenzäune, wie sie etwa von Mitgliedsbetrieben des Naturgarten e.V. aus Kastanienholz, Lärche oder Robinie angeboten werden. Man schaue in solchem Fall lieber nach bei: www.woodline.de oder www.LIGNUMplus.de. Dort finden sich dekorativste Zäune, einfach zu montieren und gar nicht so teuer. Auch für sie trifft zu: alte Vorbilder, neue Formen.

Buchcover von Trockenmauern für den Garten

Spitzer, Jana / Dittrich, Reiner

Trockenmauern für den Garten

Verlag: Oekobuch Verlag, Staufen bei Freiburg
ISBN: 978-3-936896-43-5
Seiten/Umfang: 94 Seiten, viele farbige Abb., 17 x 24 cm, broschiert
Erschienen: 2009, 1.Auflage
Preisinfo: 13,95 Euro
Bauanleitung & Gestaltungsideen
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Wer bisher eine Trockenmauer bauen wollte, war auf die Hilfe von (Naturgarten)Fachbetrieben, Trockenmauerkurse oder die eher spärliche Literatur angewiesen. Obwohl viele Naturgartengestalter professionelle Trockenmauern bauen, gibt es bisher nur wenige Bücher zu diesem Thema. Das Wissen wurde überwiegend mündlich weiter gegeben, zum Schreiben fehlt den meisten Baukünstlern vermutlich die Zeit? Das Buch ist sehr übersichtlich aufgebaut und deckt von der Kulturgeschichte über Grundregeln des Mauerbaus, Werkzeugkunde, Bauvorschriften und Lebensraumbeschreibung bis zu verschiedenen Beispielen alle wichtigen Bereiche ab. Modernes Layout, schöne Fotos, hilfreiche Skizzen und wenige mathematische Formeln runden dieses kleine, aber umfangreiche Werk ab. Etwas ausführlicher hätten die Trockenmauer bewohnenden Tiere und Pflanzen vorgestellt werden können. Nur siebenTierarten und 25 fast nur einheimische Pflanzenarten werden hier (mit Foto) beschrieben - die mögliche Bandbreite wird damit längst nicht ausgeschöpft. Stattdessen verweisen die Autoren ganz allgemein auf weiterführende Literatur. Für die Bereiche Mauerkrone, Mauer und Mauerfuß gibt es gar keine detaillierten Pflanzempfehlungen, so dass der Leser insgesamt lieber auf die Beratung und Sortimente zertifizierter Wildpflanzengärtnereien zurückgreifen sollte (www.naturgarten.org/adressen/betriebe/gesamtliste/). Trotzdem finde ich dieses Buch empfehlenswert. Es ist ein guter Einstieg für (Hobby-) Trockenmauerbauer und macht Mut, es einfach auszuprobieren.

Buchcover von Zäune und Begrenzungen naturnah gestalten

Thinschmidt, Alice / Böswirth, Daniel

Zäune und Begrenzungen naturnah gestalten

Verlag: Oesterreichischer Agrarverlag, Wien
ISBN: 978-3-7040-2307-0
Seiten/Umfang: 80 Seiten
Erschienen: 2008
Preisinfo: 9,90 Euro

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Ein Buch speziell für Zäune und Abgrenzungen? Warum nicht, wenn es ein solches ist. Das Buch hat viel Inhalt: Überlegte Materialwahl, konstruktiver Holzschutz, Skizzen aus der Praxis, Checklisten für die Planung und vielseitige Pflanzenlisten für eine naturnahe, bunte Bepflanzung des Zauns. Es geht um Eingrenzen statt Ausgrenzen, Zäune aus Holz, geflochtene Zäune, witzige Ideen rund um den Zaun (ungewöhnliche Beispiele, neue Materialien, Zaunschmuck und Accessoires). Und dann noch um das Thema Grenzen. Wie und was kann, soll man eingrenzen? Natursteine, Betonsteine, Holzpalisaden, -planken oder schwellen, Flechtwerke aus Weiden oder Seilen oder doch eine botanische, grüne Grenze in Form eines Wildblumensaumes oder einer Hecke? Ein schönes, rundes Buch zu diesem speziellen Thema.

Buchcover von Die Kunst des Pflasterns mit Natursteinen

Vogel, Siegfried

Die Kunst des Pflasterns mit Natursteinen

Verlag: Eugen Ulmer Verlag
ISBN: 3800147777
Seiten/Umfang: 138 Seiten, gebundene Ausgabe
Erschienen: April 2005
Preisinfo: ab 29,90 Euro

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In diesem Fachbuch über das Pflasterer-Handwerk werden in vielen Bildern Versetzarten und Techniken des fachgerechten Pflasterns gezeigt. Die Fotos dokumentieren gute und schlechte Pflasterbeispiele, wobei fast alle schlechten aus jüngerer Zeit stammen. Insofern ist das Buch auch eine Abhandlung über die Geschichte des Pflasterns. Für ausführende Firmen, Architekten, Kommunen Und Auszubildende eine wertvolle Hilfe. Versetzbedingungen und Ausschreibungstexte gibt es zusätzlich auf Diskette. Das komplette Buch auch auf CD-ROM. Der hohe Preis schreckt zunächst ab, und wird wohl auch nur von Profis bezahlt werden. Aber selbst die können noch einiges zulernen. Wobei wir wieder bei den vielen dilletantischen Beispielen der Berufskollegen wären. Denn: Pflastern ist eine Kunst.