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Pflegeleichtes, gesundes Obst aus dem eignen Garten: ein Traum mit Hindernissen

Christoph Schallert, D - Mainz

Frisches Obst aus dem eigenen Garten – das ist der Traum vieler Hausbesitzer. Doch bei der Umsetzung wird's oft schwierig. Viele Gärten sind einfach zu klein für einen Obstbereich neben Terrasse, Sichtschutzhecke, Rasen, Kräuterbeet, Teich usw. Und oft fehlen auch Wissen, Zeit und Muße, sich mit richtigem Baumschnitt, Düngung und Schädlingsbekämpfung zu befassen.

Dazu kommt: Viele der heute gebräuchlichen Obstsorten sind durch Kreuzungen mit ausheimischen Pflanzenarten entstanden und meist auf Größe, Aussehen und Haltbarkeit der Früchte hin gezüchtet, haben aber dabei ihren typischen Geschmack verloren (den man vom Wildobst noch kennt) und schmecken oft wäßrig oder gar künstlich.

Außerdem sind diese Sorten im Garten oft sehr pflegeintensiv und zudem noch "veredelt", "gepfropft" oder "okuliert". Was zunächst nach "edel" im Sinne einer Qualitätssteigerung klingt, bedeutet, daß diese Pflanzen nicht mehr natürlich auf ihrer eigenen Wurzel stehen, sondern künstlich zusammengesetzt sind aus einer "Unterlage" (meist die Wurzel einer Wildart bzw. einer der Wildart nahestehenden Sorte) und dem "Edelreis", also der Sorte, die der Käufer eigentlich haben will. Bisweilen besteht der Baum sogar aus drei Teilen: Wurzel, Stamm und Krone stammen dann von verschiedenen Pflanzen. So eine Art Pflanze "ohne Unterleib" also. All das kann für den Besitzer eines solchen Obstbaumes wiederum einiges an Ärger und Aufwand mit sich bringen.

Gesundes, natürliches und aromatisches Obst; ohne viel Arbeit einfach nur ernten und genießen – das wäre ideal, scheint aber nur ein Traum zu sein.
 

Die Lösung: das Ur-Obst-Angebot von Ahornblatt
Die Mainzer Naturgarten-Firma Ahornblatt bietet seit einigen Jahren ein Obstprogramm an, das auf diese Ansprüche der meisten Gartenbesitzer abgestimmt ist: kein "glänzendes" Hochleistungsobst, sondern natürliche, ökologisch wertvolle, gesunde und pflegeleichte Pflanzen mit aromatischen Früchten, die halten, was sie versprechen. Neben Wildobst wie Schlehe, Haselnuss, Kornelkirsche und Felsenbirne steht im Mittelpunkt des Angebots das sogenannte "Ur-Obst".

Ur-Obst - das sind zum Teil besondere Fruchtformen des heimischen Wildobstes, aber vor allem viele urtümliche, den heimischen oder eingebürgerten Wildobstarten nahestehende Obstsorten, wie sie oft in alten Bauerngärten noch standen, oft seit Jahrhunderten bekannt und geschätzt, aber heute fast vergessen und sonst kaum im Handel erhältlich.

Solche Ur-Obst-Sorten eignen sich ideal für den Naturgarten: Weil sie nicht überzüchtet sind und in der Regel auf eigener Wurzel stehen (!), sind sie gesund und widerstandsfähig und kommen ohne schwierigen oder teuren Schnitt, ohne Wässern, Düngung und Spritzen aus. Das bedeutet auch: keinerlei schädliche Rückstände in den Früchten. Die Sorten können z. B. einfach in Hecken einbezogen werden und brauchen nach dem Anwachsen praktisch keine Pflege mehr – genau das Richtige z. B. auch für Permakultur-Gärten.

Auf ihrer Suche nach solchen Ur-Obst-Sorten wird die Ahornblatt-Mannschaft um Geschäftsführer Dr. Norbert Kleinz auf ganz verschiedene Weise fündig: zunächst oft in alter Obst-Literatur und dann auf ihren Exkursionen u.a. nach Österreich und in die Schweiz und bis nach Lettland. Pflanzensammlungen wie Botanische Gärten und Arboreten in Deutschland, Europa und auch in den USA sind dabei eine genauso reichhaltige Fundgrube, wie alte Bauerngärten und die freie Landschaft dort, wo sie noch einigermaßen unberührt ist. Die gefundenen Formen und Sorten werden zunächst gesichtet und ergänzen dann nach und nach das ständig wachsende Urobst-Angebot, das derzeit insgesamt 35 Sorten umfaßt.

Keine Selbstverständlichkeit: Heimisches Beerenobst
Beerenobst ist in fast jedem Garten ein Muss, nicht zuletzt deswegen, weil es auch in die kleinsten Gärten passt. Was viele nicht wissen: Die heute üblicherweise im Handel befindlichen Sorten sind oft Formen ausheimischer Arten, die deswegen vielfach ganz anders schmecken, als man es eigentlich von den Wildfrüchten her erwartet. Bei den Brombeeren z. B. finden sich fast ausschließlich solche ausheimischen Formen im Handel, obwohl es über 300 (!) heimische Brombeerarten gibt, mit z. T. völlig unterschiedlichen Wuchsverhalten und Fruchtgeschmack. Und genau deshalb bemüht sich Ahornblatt, wieder Formen der heimischen Beerenobst-Arten anzubieten. Weil diese Sorten aber kaum noch verwendet werden, sind sie oft bereits vom Aussterben bedroht, ihr Aufspüren ist daher immer wieder eine besondere Herausforderung für die Mainzer Naturgärtner. Einer ihrer neuesten Funde stammt aus Lettland: In einem alten Wohngebiet nahe der Hauptstadt Riga fanden sie eine Form der Alpen-Johannisbeere (Ribes alpinum), deren Früchte nach Himbeeren schmecken – völlig untypisch für dieses Wildobst, aber natürlich eine willkommene Ergänzung des Ur-Obst-Angebotes!

Ein kleiner Streifzug durch das Sortiment:
Ahornblatt bietet als erster Betrieb wieder Äpfel und Birnen an, die auf eigener Wurzel stehen: den 'Holsteiner Splittapfel' mit seinen großen, grünen Früchten und den 'Gelbroten Splittapfel' mit kleineren gelben Früchten mit roten Streifen. Auch zwei wurzelechte Birnen gibt es inzwischen: Die bekannte Tafelbirne 'Williams Christ' mit ihren hellgelben, süß-aromatischen Früchten im September und 'Old Home x Farmingdale' , eine Sorte mit säuerlichsüßen Früchten, die sich vor allem auch dadurch auszeichnet, daß sie gefeit ist gegen Feuerbrand.

Bei den Pflaumen ist zunächst die 'Melker Hauszwetsche' zu nennen, eine altertümliche, bedornte Sorte auf eigener Wurzel mit süßen Früchten. Weiterhin im Angebot ist die Krieche, die seit Jahrtausenden bei uns angebaute kleinfrüchtige und gesunde Urform aller heutigen Pflaumensorten. Die 'Kuchelzwetsche' ist eine alte österreichische Sorte, die sich auch gut zum Backen verwenden läßt (daher wohl der Name) und dabei sogar noch süßer wird.

Bei den Kirschen bietet Ahornblatt seit kurzem die Zwergweichsel 'Fruchtzwerg' an, eine Sorte, die als kleiner Strauch wächst und deshalb auch im kleinsten Garten Platz findet, mit reichlichen kleinen aromatischen, sauerkirschartigen Früchten im Juli/August.

Die Aprikose 'Melker Wurzelechte' wird aus Samen gezogen und ist eine kleinfrüchtige und widerstandsfähige Sorte, ebenso wie eine weitere Aprikosensorte, die aus den österreichischen Bergen stammt und sich durch Gesundheit und hohe Widerstandskraft auszeichnet. Die Pfirsiche vertreten derzeit der 'Weingartenpfirsich', eine buschig wachsende, widerstandsfähige Sorte mit aromatischen Früchten, und die ebenfalls strauchig wachsende Sorte 'Rubira' mit zierendem roten Laub und wohlschmeckenden roten bis rotgelben Früchten.

Bei den Quitten sind derzeit zwei Sorten im Angebot: Die 'Quitte von Angers' ist eine widerstandsfähige Apfelquitte mit kleinen bis mittelgroßen Früchten. Die 'Waldviertler Apfelquitte' stammt aus einem wildwachsenden Vorkommen in Niederösterreich und trägt kleinere, sehr aromatische Früchte. Die Feige wird derzeit von der Sorte 'Bornholms Diamant' vertreten, einer verhältnismäßig winterharten Sorte für sonnige Standorte.

Eine kleine Sensation ist die Strauch-Walnuß, eine als Großstrauch wachsende, reichtragende Sorte, die nicht höher als 5 bis 6 Meter wird und deshalb auch in kleinere Gärten paßt. Diese Sorte war jahrzehntelang scheinbar verschollen, wurde aber von Ahornblatt-Geschäftsführer Dr. Norbert Kleinz vor einiger Zeit wiederentdeckt.

Bei den Trauben umfaßt das Ahornblatt-Urobst-Angebot zur Zeit zwei Sorten: Die 'Niederrother Mönchsrebe', eine starkwachsende gesunde und reichtragende Sorte mit süßen blauen Trauben, und den 'Schwarzriesling' eine uralte Sorte mit kleinen, schwarzblauen Früchten, die auch verhältnismäßig widerstandsfähig ist gegen Mehltau.

Die Zweifarben-Brombeere ist eine gesunde Wildart (aus der ungefähr 300 (!) heimische Arten umfassenden Brombeerfamilie) mit mittelgroßen, süßen Früchten. Ganz ähnlich die Sprengel-Brombeere, eine heimische Wildart mit üppigem, flachbogigen bis kriechendem Wuchs und lichtroten Blüten. Die Großfrüchtige Kratzbeere ist eine kriechende oder kletternde Pflanze mit verhältnismäßig großen, blauen Früchten den ganzen Sommer über, süßsauer mit leichtem Himbeergeschmack. Die Himbeeren sind seit neuestem mit zwei Sorten im Urobst-Angebot vertreten: 'Lloyd George', eine mehrfachtragende, alte europäische Gartenhimbeere mit mittelgroßen dunkelroten Früchten. Und 'Merveille des Quatre Saisons', ebenfalls eine alte, mehrfachtragende, aber gelbe (!) Sorte der europäischen Waldhimbeere.

Bei den Stachelbeeren sind derzeit ebenfalls zwei Sorten im Ahornblatt-Angebot: die 'Weiße Triumpfbeere', eine alte Sorte mit süß-säuerlichen, sehr aromatischen Früchten und die 'Rote Stachelbeere Artner'. Ein noch größeres Farbenangebot gibt es bei den Johannisbeeren: Die Sorte 'Rote Holländer' ist die wahrscheinlich älteste Johannisbeersorte, trägt kleinere Beeren als die heutigen Zuchtsorten, ist aber dafür sehr unempfindlich. 'Rote Vierländer' heißt eine weitere rote, alte und widerstandsfähige Sorte milden Früchten. Die 'Weiße Versailler' zeichnet sich durch lange, gelblichweiße Fruchttrauben aus mit süßsäuerlichem, aromatischem Geschmack. 'Silvergieters Schwarze' ist eine der süßesten Johannisbeersorten überhaupt, und 'Brödtorp', ebenfalls schwarzfrüchtig, ist eine widerstandsfähige Sorte mit milden Früchten.

Bei den Erdbeeren schließlich umfasst das Angebot vier Arten: Zunächst die Wald-Erdbeere, die bekannte aromatischen Wilderdbeere, die sich – weil ausläufertreibend – auch gut als Bodendecker eignet. Die Sorte 'Gartenfreude' ist eine Auslese der Wald-Erdbeere mit größeren Früchten über lange Zeit. Besonderheit der Weißen Monatserdbeere sind ihre weißen Früchte mit Vanillearoma (!), und die Zimt-Erdbeere schließlich hat größere Früchte als die Wald-Erdbeere, ist aber zweihäusig, weshalb in jedem Fall immer mehrere Pflanzen gepflanzt werden sollten. Die Kronsbeere (Preiselbeere) 'Erntesegen' ist ebenfalls eine Auslese der Wildform mit großen milden Früchten, die auch zum Frischverzehr geeignet sind, braucht aber – wie alle Preiselbeeren - sauren Boden

Vom Sanddorn, der wiederum zweihäusig ist, bietet Ahornblatt zum einen die Sorte 'Dorana' an, eine nur zwei bis drei Meter hoch werdende Sorte, deren Beeren einen besonders hohen Vitamin-C-Gehalt aufweisen, und – als männliche Befruchtersorte – die Sorte 'Pollmix'.

Wer neugierig geworden ist, findet das gesamte Obst-Angebot und nähere Einzelheiten in der kostenlosen Obstliste und das gesamte Ahornblatt-Angebot "Die ganze Vielfalt der heimischen Sträucher" in der ebenfalls kostenlosen Sortenliste oder im bebilderten Katalog (letzterer gegen 6,50 € in Briefmarken oder als Scheck), die angefordert werden können bei: Ahornblatt GmbH, 55001 Mainz, Postfach 1125, Ruf 06131/72354, Fernpause (Fax) 06131/364967 oder – nur einen Mausklick entfernt - auch unter www.Ahornblatt-Garten.de zu finden sind.

 

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