Große Schritte in einem kleinen Garten von Arne und Sabine Kollmetz in D - 50374 Erftstadt
Mit der Beschreibung der Umgestaltung unseres Gartens möchten wir all denen Mut machen, die wie wir über einen nicht besonders grossen Garten verfügen und immer nur die Beispiele derer bestaunen, die Grundstücksflächen von mehreren Hundert bis zu Tausend und mehr Quadratmeter verfügen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Größe: ca. 200m²
- Besondere Merkmale: leichte Hügel aufgeschüttet, Teich ohne Pumpe und ohne Fische
- Besondere Naturmaterialien: ca.40 Tonnen Kies, Sand, Grauwackesteine für Trockenmauer, Grauwackeschotter f.Terrasse
- Anzahl Wildpflanzenarten: mehr als 20 verschiedene Gehölze(einheimisch), unzählige Stauden(ca.30-40verschied.)und Kräuter(u.a.durch Einsaat)
- Lieblingspflanzen: Rosen
- Verwendete Wildsamenmischungen oder Einzelsaaten: Einsaat Blumen-Schotter-Rasen(Hof-Berggarten), Einsaat Sonnige Widblumenwiese(Bernd Dittrich), Einsaat Widblumensaum
- Der Garten kann auf Anfrage besichtigt werden
Als wir 2006 das Haus erwarben, war der Garten von 4 grossen Bäumen und diversen nicht heimischen und ganz typischen Gartenpflanzen geprägt (Douglasie, Birke, Fichte, Feuerdorn als Hecke, Forsythie, Kirschlorbeer etc.). Uns war bewusst, dass es natürlich nicht die schonenste Art der Umgestaltung werden wird, da auch die grossen Bäume leider verschwinden mussten, doch in einem Garten dieser Grösse musste man halt Prioritäten setzen...Nachdem die "Rodungsarbeiten"im Januar 07 geschehen waren, konnten wir uns nun an die Gestaltung der " kleinen Landschaft" machen. Insgesamt haben wir mehr als 40 Tonnen Kies, Sand und Steine eingebracht. Alles per Schaufel, Händen und Schubkarre, da unser Garten mit grossem Gerät nicht zu erreichen ist. Es dauerte alles in allem ca.6 Monate(da man ja auch noch arbeiten geht), bis das Grobe fertig war, inkl.Teich, der keine Pumpe und keine Fische enthält. Schon im ersten Sommer(07) genossen wir die wenigen regenfreien Tage in einem ganz neuen "Habitat".
Die ersten Insekten kamen in den jetzt sehr sonnigen Garten. Die Einsaaten blühten schon auf und vermittelten den ersten Eindruck eines Naturgartens. Ein Jahr später erblüht der Garten in viel mehr Farben. Wo zuvor der Klatschmohn blühte, erstrahlt jetzt die gelbe Färberkamille und andere Stellen sind voll mit dem wunderschönen und den ganzen Sommer über blühenden Natternkopf. Es blühen Kuckuckslichtnelken, Wiesensalbei, Malven, Bocksbart usw und immer wieder entdeckt man ein Blümchen und Tierchen, welches man im Jahr zuvor noch nicht gesehen hat. Wir freuen uns schon riesig auf dieses Frühjahr und vor allem auf den Sommer! Bei den über 20 verschiedenen einheimischen Gehölzen (gut ,dann sind noch 2 nicht heimische, wie der Sommerflieder...), die wir gepflanzt haben, wird auch jeder Zentimeter Zuwachs mit tiefster Zufriedenheit zur Kenntniss genommen.
Wir sind froh, diesen Schritt gemacht zu haben und hoffen, dass wir damit anderen einen positiven Anstoss geben können, über die Möglichkeiten einer Umgestaltung (muss ja nicht so radikal sein ) nachzudenken.Weg vom konventionellen Garten mit seinen immergrünen Koniferen, indem man die Jahrezeiten nicht erkennt und hin zu einem Garten der der heimischen Tierwelt wieder ein Teil Lebensraum zurückgibt!
Der Garten kann auf Anfrage besichtigt werden:
Familie Kollmetz
Tel: 02235/413074
E-mail: arnie-k@web.de

