Hinweis

Ein Garten für zwei (Familien) in D - 53639 Königswinter

Das Wichtigste in Kürze

Baujahr 2004 (Neugestaltung)
Größe: Beide Gärten zusammen 360 m² inkl. Vorgarten

Besondere Merkmale

Versickerungsoffene Wegeflächen
Terrassen aus Naturstein Polygonalplatten (Grauwacke) mit eingesäten Fugen
25 Wildgehölzarten, 50 Wildstaudenarten, dazu ca. 50 Arten in Einsaaten.
Lieblingspflanzen: Gewöhnlicher Blasenstrauch (zieht Holzbienen an)
Wildpflanzeneinsaaten: Wärmeliebender Saum, Blumenrasen, Schotterrasen. Einzelsaaten Terrasse: Campanula rotundifolia, Dianthus deltoides, Helianthemum nummularium, Silene vulgaris, Thymus serpyllum.

Ansprechpartnerin für Besichtigungstermine:

Ulrike Aufderheide - Fachbetrieb für Naturnahes Grün (Planung), Tel. 0228 - 326363 ermöglicht auf Anfrage Besichtigungstermine

Mehr dazu:

www.naturgarten-fachbetriebe.de/bei-priv_b12.html
www.calluna-naturgarten.de/ref1.html#Anchor-Nutzergesteuerte-49575

Grenzenlos

Typische Situation nach einem Neubau: Auf dem Grundstück wird Mutterboden aufgefahren, planiert und dann stellt sich für die Gartenbesitzer die Frage: was tun mit diesem „Garten"? Für zwei Familien in einem Neubaugebiet am Rhein stand nach dem Besuch von Vorträgen und der Lektüre von Naturgartenbüchern fest: es sollte ein pflegeleichter Naturerlebnisgarten werden. Vielfältiges Naturerlebnis durch Anpflanzen einheimischer Wildpflanzen wurde ausdrücklich gewünscht.

Dieser Naturgarten hat viele Besonderheiten: Es wurde ein Gemeinschaftsprojekt zweier Familien mit völlig „untypischen", offenen Gartengrenzen. Bis auf die Terrassenflächen wurden die Gärten in Eigenleistung angelegt. Es war ein Low-Budget-Projekt mit professioneller Begleitung: eine Beratung (deren Ergebnis in einer Skizze zusammengefasst wurde), eine Anleitung zum Trockenmauerbau, Pflanzpläne - und los gings. Aus anfangs unbekannten Nachbarn entstand durch die Planungs- und Bauphase eine Freundschaft, die verbindet.

Schon der Vorgarten sieht anders aus als andere in Neubaugebieten : Die Stellplätze wurden als Blumenschotterrasen angelegt, zwischen den beiden Einfahrten wächst ein gemeinsamer Hausbaum. Im schattigen Vorgarten wachsen Waldstauden, ein großer Baumstamm bildet die Abgrenzung zur Einfahrt/Stellplatz, er ist Spielgerät für die Kinder und gleichzeitig Totholzbiotop.

Im hinteren Garten sind heute zwanglose, gegenseitige Besuche möglich. Als durchlässige und überschaubare, aber trotzdem deutliche Abgrenzung zwischen den beiden Grundstücken errichteten die Familien eine doppelhäuptige Trockenmauer mit einseitig integrierter Sitzbank. Natürlich in Eigenleistung. Natürlich nicht schnurgerade genau auf der Grenzlinie, sondern geschwungen und mal mehr, mal weniger in die beiden Gärten ragend.

Viele weitere Gartenträume wurden in diesem lebendigen Naturgarten verwirklicht: Sichtschutz zu den umgebenden Grundstücken durch eine frei wachsende Naturhecke (mit Wildrosen), Spielgrube für die kleineren Kinder, Meerschweinchengehege, Gemüse und Kräuter, Terrasse, Einfassungen aus Trockenmauern, Blumenrasen auf einer Seite - Kalkschotterfläche mit Wildstauden und Wildgehölzen auf der anderen Seite, Nisthilfen für Wildbienen, Hummeln und Vögel.

Dieser Garten ist beispielhaft und ein großer Gewinn für alle - in vielerlei Hinsicht.

Über den Fachbetrieb für Naturnahes Grün

Diplom-Biologin Ulrike Aufderheide - CALLUNA- seit 2000 Fachbetrieb für Naturnahes Grün (Planung). Neben landschaftsökologischen Arbeiten plant CALLUNA ausschließlich naturnahe Gärten und Freiflächen, besonders gerne zusammen mit den Nutzern. Egal ob mit den Kindern einer Kindertagesstätte oder mit den Bewohnern eines Mehrgenerationenwohnprojektes vom Kleinkind
bis zum Senior. Die Moderation nach dem Dillinger Modell hat sich dabei in vielen Projekten bewährt. Hochwertige Gestaltung und professionelle Planung und Baubegleitung sind Leitlinien der Arbeit.

Mehr dazu

www.naturgarten-fachbetriebe.de/mit-planung.html
www.calluna-naturgarten.de/