Leitgedanken Naturgarten

Der Naturgarten e.V. hat am 31. Januar 2014 die folgenden Leitgedanken verabschiedet und definiert damit sein ökologisches Naturgartenverständnis. Er beantwortet die Fragen

Die Naturgartenmitglieder verstehen es als ihre Aufgabe, diese Leitgedanken in der Verantwortung vor zukünftigen Generationen und Klimawandel in ihrem persönlichen Umfeld umzusetzen und weiter zu geben. Denn die biologische Vielfalt ist die unbezahlbare Grundlage unseres Lebens.

Leitgedanken: Was ist ein Naturgarten?

Naturnahe Gärten sind keine ungepflegten Wildnisgärten oder schnelllebige Modeerscheinungen, sondern gestaltete Gärten mit langlebigen Pflanzengesellschaften und umweltfreundlichen Baumaterialien. Die Liebe zur Natur, ein paar Wildpflanzen- und Gartentipps, geeignete Bezugsquellen und Gartenbeispiele, Offenheit für Neues und die Freude am Gärtnern reichen aus, um naturnahe Gartenräume anzulegen und zu pflegen.

Vielfalt und Strukturreichtum

1. Unser wichtiges Ziel sind möglichst arten- und strukturreiche Gärten für Menschen, Pflanzen und Tiere. 

2. Mit geeigneten Pflanzen, Materialien und ökologischen Arbeitsweisen erhalten wir die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten (einschließlich der innerartlichen Vielfalt) sowie die Vielfalt an Formen von Lebensgemeinschaften und Biotopen besonders im Siedlungsraum.

Herkünfte von Pflanzen und Saatgut

3. Wir verwenden keine gentechnisch veränderten Pflanzen, Organismen oder Saatgut.

4. Wichtiges Kennzeichen von Natur-Erlebnis-Räumen sind heimische Pflanzen - insbesondere indigene, archäophytische und gebietseigene (autochthone) Arten. Diese Pflanzen haben sich bis 1492 im Inland etabliert. Ihr Verbreitungsgebiet haben sie ganz oder teilweise im Inland oder auf natürliche Weise in das Inland ausgedehnt.

5. Möglichst viele Wildpflanzen, Kulturpflanzen und Saatgut stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Wir empfehlen zertifiziertes Saatgut, Wildstauden und Wildgehölze, VWW-Regiosaaten® und zertifizierte Baumschulerzeugnisse wie beispielsweise „eab-zertifizierte autochthone Qualität".

6. Wir verwenden keine (invasiven) Arten, deren Vorkommen außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets für die dort natürlich vorkommenden Ökosysteme, Biotope oder Arten ein erhebliches Gefährdungspotenzial darstellen und orientieren uns dabei an der BfN-Liste www.floraweb.de/neoflora/handbuch.html

7. Gebietsfremde Arten setzen wir nicht oder nur in geringem Umfang im Naturgarten ein, z.B. sehr alte Bäume, Kulturpflanzen oder wenn besondere Erinnerungen mit ihnen verbunden sind. 3. Wir verwenden keine gentechnisch veränderten Pflanzen, Organismen oder Saatgut. 

Planung und Anlage von Naturgärten

7. Wir begrünen möglichst viele Gartenflächen wie beispielsweise Beete, Wege, Fugen, Dächer, Kiesstreifen am Haus, Trockenmauern u.a.

8. Wir achten auf standortgerechte Pflanzungen und Ansaaten (Bodenart, Temperatur, Licht, Niederschläge usw.).

9. Wir berücksichtigen jahreszeitlich versetzte Blüh- und Fruchtfolgen und bevorzugen Arten mit einem hohen ökologischen Wert für die heimische Tierwelt.

10. Nicht Wechselflorbepflanzungen sind unser Ziel, sondern langjährige Wildblumenbeete, die einer natürlichen Dynamik unterliegen und sich im Laufe der Zeit verändern dürfen.

11. Naturgärten sind ästhetische Gärten ohne Mindestgröße und Standardvorlagen.

12. Wir vermeiden Bodenverdichtungen durch schwere Maschinen und arbeiten möglichst mit dem vorhandenen Boden. Letzteres ziehen wir aus ökologischen Gründen einem Bodenaustausch vor.

13. Kies, Sand, Schotter oder nährstoffarme Unterböden sind geeignete, durchlässige, magere und unkrautarme Wildpflanzenstandorte. Sie fördern die Artenvielfalt in besonderem Maße und werden z.B. bei Problemstandorten oder Sonderprojekten eingesetzt.

14. Wir bieten im Naturgarten möglichst zahlreiche Nisthilfen für Tiere an.

Ressourcensparende Gartengestaltung mit umweltfreundlichen Materialien

15. Wenn vorhanden, recyceln wir regionale, schadstofffreie und natürliche Baumaterialien. Viele Altmaterialien sind in der Energiebilanz einem Neumaterial überlegen.

16. Wir verwenden regionaltypische Natursteine aus Mitteleuropa, z.B. für Trockenmauern, Wege, Sitzplätze, Lesesteinhaufen u.a. Bauwerke. Steine aus Übersee lehnen wir aufgrund illegaler, ausbeuterischer Kinderarbeit und weiter Transportwege ab.

17. Wir arbeiten mit unbehandelten Holzarten mitteleuropäischer Herkunft, möglichst aus nachhaltiger Waldwirtschaft oder Fällungen im Siedlungsraum (z.B. Lärche, Eiche, Buche, Robinie, Douglasie und Edelkastanie). Totholzbeete gestalten wir mit allen verfügbaren Hölzern (Obstbäume, Schnittholz,...).

18. Kunststoffe, vor allem PVC-haltige Materialien, begrenzen wir auf ein Minimum oder verzichten komplett darauf.

19. Wir vermeiden unnötige Transporte und elektrische Beleuchtungen (Lichtverschmutzung). Wir setzen möglichst regenerative Energien als Energiequelle ein.

20. Wir arbeiten energiesparend, indem wir den Maschineneinsatz auf ein Minimum begrenzen (z.B. Rechen statt Laubbläser).

Naturnahe Pflege

21. Alle Naturgärten bedürfen einer naturnahen Pflege.

22. Wir jäten nur die Pflanzen, die wir kennen.

23. Insgesamt achten wir auf boden- und vegetationsschonende Arbeitsweisen und fördern das Bodenleben z.B. durch natürliche Mulchmaterialien und Pflege.

24. Wir achten das sensible Beziehungsgeflecht im Lebensraum Garten. Naturfremde, chemisch-synthetische Stickstoffdünger, leichtlösliche Phosphate, chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, synthetische Bodenhilfsstoffe und Torf sind im Naturgarten tabu. Oberste Priorität haben alle vorbeugenden, gärtnerischen Maßnahmen wie Pflanzenhygiene, Kulturmaßnahmen, standortgerechte Pflanzenwahl u.a. zur Verhütung von Krankheiten und „Schädlingen“. Biologischer Pflanzenschutz und organische Dünger (Komposte und Jauchen) sind wirkungsvolle Maßnahmen im Bio-Nutzgarten.

25. Kleinere Flächen halten wir während der Vegetationsperiode immer wieder offen, damit sich die Pflanzen selbst aussäen und im Boden lebende Insekten Lebensräume finden können.

26. Regenwasser verwenden wir zum Gießen oder leiten es in begrünte Versickerungsflächen ein. Wildpflanzen werden nur im Pflanzjahr und nach der Aussaat bewässert.

27. Im Idealfall befindet sich ein Naturgarten im ökologischen Gleichgewicht. Alle Lebewesen sind miteinander verbunden oder voneinander abhängig.

28. Obst und Gemüse wachsen in gesunden Mischkulturen. Nicht Maximalerträge, sondern „Normalerträge" sind das Ziel.

29. Freiwachsende Gehölze und Hecken ziehen wir Formgehölzen und Schnitthecken vor. Den Pflegeschnitt beschränken wir im Naturgarten auf das Nötigste. Pflanzenstängel in Beeten und Säumen bleiben für überwinternde Insekten mindestens bis zum Frühjahr stehen.

30. Blumenwiesen mähen wir je nach Wiesentyp mit möglichst schonenden Geräten.

Naturgarten e.V.

(Beschluss Mitgliederversammlung 31. Januar 2014)

 
 

Leitgedanken: Was ist ein Natur-Erlebnis-Raum?

Ein Natur-Erlebnis-Raum ist eine Weiterentwicklung des Spielplatzes. Er ist nicht nur „ein mit Spielgeräten ausgestatteter Platz im Freien zum Spielen für Kinder“, sondern er ist ein gestalteter Raum, in dem Naturerlebnisse, Entdeckungen, interaktive Spiele, Umweltbildung und freies Spielen möglich sind. Er fördert die sensomotorischen Entwicklungen der Kinder, das Sozialverhalten und darüber hinaus die Biodiversität (Vielfalt) in besonderem Maße.

Vorwort: Welche Aufgaben erfüllt ein Natur-Erlebnis-Raum?

Es geht in einem Natur-Erlebnis-Raum um die aktive Auseinandersetzung der Kinder mit deren Umwelt und Erforschung der Umgebung ohne Aufsicht aber in sicherer Nähe der Erwachsenen.

Die Elemente erfüllen mehrere Funktionen und regen die Fantasie, Kreativität und Experimentierfreude der Kinder an. Sie lehren die Kinder, eigene Grenzen zu testen und ein Gespür für die Natur zu entwickeln. Ein für Kinder erkennbares und kalkulier- und altersgemäß überwindbares Risiko ist gewünscht und für ein gesundes aktives Wachsen und Reifen nötig. Das Gelände muss in Übereinstimmung mit den zuständigen Sicherheitsbehörden und Institutionen jedoch so gestaltet sein, dass keine schwerwiegenden gesundheitsgefährdeten Unfälle zu erwarten sind.

Die Kinder agieren selbst und spielen auf der Fläche mit wenig bis keiner Anleitung.

Der Natur-Erlebnis-Raum entsteht im Verlauf der Planung und dem gesamtem Bauprozess mithilfe der Kinder und Eltern. Damit fördern wir den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Gelände.

Das Gelände gestalteten wir so, dass die Kinder sich frei und lebendig fühlen. Die Motorik wird auf ganz unterschiedliche Weise gefördert. Die Kinder erhalten genügend Raum, um ihrem Bewegungsdrang nachzugehen.

Das gemeinschaftliche, altersübergreifende Spiel wird gefördert und den Kindern zu überlassen.

Vielfalt und Strukturreichtum

1. Unser wichtiges Ziel sind möglichst arten- und strukturreiche Natur-Erlebnis-Räume für Menschen, Pflanzen und Tiere.

2. Mit geeigneten Pflanzen, Materialien und ökologischen Arbeitsweisen erhalten wir die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten (einschließlich der innerartlichen Vielfalt) sowie die Vielfalt an Formen von Lebensgemeinschaften und Biotopen besonders im Siedlungsraum.

Herkünfte von Pflanzen und Saatgut

3. Wir verwenden keine gentechnisch veränderten Pflanzen, Organismen oder Saatgut.

4. Wichtiges Kennzeichen von Natur-Erlebnis-Räumen sind heimische Pflanzen - insbesondere indigene, archäophytische und gebietseigene (autochthone) Arten. Diese Pflanzen haben sich bis 1492 im Inland etabliert. Ihr Verbreitungsgebiet haben sie ganz oder teilweise im Inland oder auf natürliche Weise in das Inland ausgedehnt.

5. Möglichst viele Wildpflanzen, Kulturpflanzen und Saatgut stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Wir empfehlen zertifiziertes Saatgut, Wildstauden und Wildgehölze, VWW-Regiosaaten® und zertifizierte Baumschulerzeugnisse wie beispielsweise „eab-zertifizierte autochthone Qualität".

6. Wir verwenden keine (invasiven) Arten, deren Vorkommen außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets für die dort natürlich vorkommenden Ökosysteme, Biotope oder Arten ein erhebliches Gefährdungspotenzial darstellen und orientieren uns dabei an der BfN-Liste www.floraweb.de/neoflora/handbuch.html

7. Gebietsfremde Arten setzen wir nicht oder nur in geringem Umfang im Naturgarten ein, z.B. sehr alte Bäume, Kulturpflanzen oder wenn besondere Erinnerungen mit ihnen verbunden sind. . Wir verwenden keine gentechnisch veränderten Pflanzen, Organismen oder Saatgut.  

Planung und Anlage von Naturspielräumen

8. Die Planung, Anlage und Pflege erfolgt gemeinsam mit den Nutzern nach dem „Dillinger Modell“. Bewährt hat sich die Projektleitung durch erfahrene Naturgartenfirmen

9. Wir begrünen möglichst viele Gartenflächen und Standorte wie beispielsweise Beete, Wege, Fugen, Dächer, Trockenmauern u.a.

10. Wir achten auf standortgerechte Pflanzungen und Ansaaten (Bodenart, Temperatur, Licht, Niederschläge usw.).

11. Wir berücksichtigen jahreszeitlich versetzte Blüh- und Fruchtfolgen und bevorzugen Arten mit einem hohen ökologischen Wert für die heimische Tierwelt.

12. Langjährige Wildblumenbeete sind das Ziel, die einer natürlichen Dynamik unterliegen und sich im Laufe der Zeit verändern dürfen.

13. Kinder sollten aus pädagogischen und ökologischen Gründen den Umgang mit toxischen Pflanzen kennen lernen. Nur wenige Pflanzen sind so giftig, dass ihr Verzehr lebensbedrohlich wäre. Wir orientieren uns hierbei an den Empfehlungen der Ständigen Konferenz der Gartenbauamtsleiter beim Deutschen Städtetag sowie des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Nur die vier giftigen Gehölze Pfaffenhut, Seidelbast, Goldregen und Stechpalme, sollen in einem Natur-Erlebnis-Raum gemäß der GUV-SI 80 und gemäß DIN 18034 nicht gepflanzt werden.

14. Natur-Erlebnis-Räume sind ästhetische Spielräume ohne Mindestgröße und Standardvorlagen.

15. Kies, Sand, Schotter oder nährstoffarme Unterböden sind geeignete, durchlässige, magere und unkrautfreie Wildpflanzenstandorte. Sie fördern die Artenvielfalt in besonderem Maße und werden z.B. bei Problemstandorten oder Sonderprojekten eingesetzt.

16. Natur-Erlebnis-Räume werden beispielsweise mit Hügeln und Senken dreidimensional modelliert. Durch gezielte Wildpflanzenverwendung, umweltfreundliche Baumaterialien, Flechtwerke, Holzzäune und geschwungene Wegeführung werden die Sichtachsen unterbrochen und nicht direkt einsehbare Spielbereiche angelegt.

17. Konventionelle Spielgeräte werden nicht oder nur in geringem Umfang integriert. Aus unbehandelten Holzarten (z.B. Edelkastanie, Eiche, Robinie) werden individuelle Kletterlandschaften gebaut. Spielmöglichkeiten können z.B. durch Schwengelpumpen, Kriechröhren und bewegliches Spielmaterial (Holz, Steine, Sand, Kies,…) erweitert werden.

18. Unterschiedliche Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten wie z.B. Begegnungsstätten, Verstecke und Wasserspielgelände werden gezielt angelegt.

19. Als Fallschutz dienen natürliche Materialien wie Holzhäcksel, Rasen, Sand oder Kies.

20. Natur-Erlebnis-Räume orientieren sich an den gängigen DIN-Normen und Regelungen (DIN EN1176 und 1177, DIN 18034, DIN EN 12572, GUV-SI 8014 und 8017) und beachten zusätzliche Regelungen für (halb)öffentliche Spielräume durch die Versicherungsträger.

21. Wir bieten in Natur-Erlebnis-Räumen möglichst zahlreiche Nisthilfen für Tiere an.

22. Wenn vorhanden, recyceln wir regionale, schadstofffreie und natürliche Baumaterialien. Viele Altmaterialien sind in der Energiebilanz einem Neumaterial überlegen.

23. Wir verwenden regionaltypische Natursteine aus Mitteleuropa z.B. für Trockenmauern, Wege, Sitzplätze, Lesesteinhaufen u.a. Bauwerke. Steine aus Übersee lehnen wir aufgrund illegaler, ausbeuterischer Kinderarbeit und weiter Transportwege ab.

24. Wir arbeiten mit unbehandelten Holzarten mitteleuropäischer Herkunft, möglichst aus nachhaltiger Waldwirtschaft oder Fällungen im Siedlungsraum (z.B. Lärche, Eiche, Buche, Robinie, Douglasie und Edelkastanie). Totholzbeete gestalten wir mit allen verfügbaren Hölzern (Obstbäume, Schnittholz,...).

25. Kunststoffe, vor allem PVC-haltige Materialien, begrenzen wir auf ein Minimum oder verzichten komplett darauf.

26. Wir vermeiden unnötige Transporte und elektrische Beleuchtungen (Lichtverschmutzung). Wir setzen möglichst regenerative Energien als Energiequelle ein.

27. Wir arbeiten ressourcensparend, indem wir den Energie- und Maschineneinsatz auf ein Minimum begrenzen (z.B. Rechen statt Laubbläser).

28. Einerseits sollten die Objekte auf dem Gelände zueinander in Beziehung stehen, andererseits brauchen Kinder auch freie Flächen ohne Spielgeräte.

29. Wir fördern die menschlichen Beziehungen untereinander durch das gemeinschaftliche Bauen eines Natur-Erlebnis-Raumes. 8. Die Planung, Anlage und Pflege erfolgt gemeinsam mit den Nutzern nach dem „Dillinger Modell“. Bewährt hat sich die Projektleitung durch erfahrene Naturgartenfirmen.

Naturnahe Pflege

30. Alle Natur-Erlebnis-Räume bedürfen unserer Pflege.

31. Wir jäten nur die Pflanzen, die wir kennen.

32. Insgesamt achten wir auf boden- und vegetationsschonende Arbeitsweisen und fördern das Bodenleben z.B. durch natürliche Mulchmaterialien und Pflege.

33. Wir achten das sensible Beziehungsgeflecht im Natur-Erlebnis-Raum. Naturfremde, chemisch-synthetische Stickstoffdünger, leichtlösliche Phosphate, chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, synthetische Bodenhilfsstoffe und Torf sind tabu. Oberste Priorität haben alle vorbeugenden, gärtnerischen Maßnahmen wie Pflanzenhygiene, Kulturmaßnahmen, standortgerechte Pflanzenwahl u.a. zur Verhütung von Krankheiten und „Schädlingen“. Biologischer Pflanzenschutz und organische Dünger (Komposte und Jauchen) sind wirkungsvolle Maßnahmen.

34. Kleinere Flächen halten wir während der Vegetationsperiode immer wieder offen, damit sich die Pflanzen selbst aussäen und im Boden lebende Insekten Lebensräume finden können.

35. Regen-, Bach- und Grundwasser verwenden wir zum Spielen, Gießen oder leiten es in begrünte Versickerungsflächen ein. Wildpflanzen werden nur im Pflanzjahr und nach der Aussaat bewässert.

36. Freiwachsende Gehölze und Hecken ziehen wir Formgehölzen und Schnitthecken vor. Den Pflegeschnitt beschränken wir im Natur-Erlebnis-Raum auf das Nötigste. Pflanzenstängel in Beeten und Säumen bleiben für überwinternde Insekten mindestens bis zum Frühjahr stehen.

37. Blumenwiesen mähen wir je nach Wiesentyp mit möglichst schonenden Geräten, Wildblumensäume erhalten nur im zeitigen Frühjahr einen Pflegeschnitt. .

Naturgarten e.V.

(Beschluss Mitgliederversammlung 31. Januar 2014)