Kooperationspartner: Naturgarten e.V. und Bioland e.V.

Seit 2009 steht dem Naturgarten e.V. mit Bioland ein starker Kooperationspartner zur Seite.
Was bisher nur bei der biologischen Erzeugung von Pflanzen, artgerechten Tierhaltung und der Weiterverarbeitung von Lebensmitteln praktiziert wurde, hält seit 2009 Einzug im naturnahen Garten- und Landschaftsbau: Privatgärten, öffentliches Grün, Gewerbegrün und Spielräume können biologisch und naturnah geplant, gestaltet und gepflegt werden - dank der Zusammenarbeit von Naturgarten und Bioland.

Es gibt wichtige Gründe, warum gerade BIOLAND Kooperationspartner des Naturgartenvereins geworden ist: Seit der ersten Kontaktaufnahme nach den Naturgartentagen 2006 waren beide Vereine sehr interessiert und offen für eine Zusammenarbeit. Der Naturgarten e.V. hat viel Zeit und Wissen investiert, um gemeinsam mit Bioland verbindliche Richtlinien zu entwickeln. Viele produzierende Mitgliedsbetriebe des Naturgarten e.V. waren bereits Bioland-Betriebe und können heimische Wildpflanzen in Bio-Qualität zur Verfügung stellen..

Bio-Standards einzuhalten bedeutet die konsequente Einhaltung, Umsetzung und damit Verbreitung der Naturgarten-Ziele und Ideen.

Alle Betriebe, die sich dazu berufen fühlen, können das Aufnahme- und Kontrollverfahren zum Fachbetrieb für Naturnahes Grün - empfohlen von Bioland durchlaufen und sich damit qualifizieren.Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Zu den Fachbetrieben:  Fachbetrieb - Empfohlen von Bioland

Infos & Kontakt:

Bundesgeschäftsstelle Naturgarten e.V.
Kerstin Lüchow
Kernerstr. 64
74076 Heilbronn
T. 07131.6499996
Email: geschaeftsstelle(at)naturgarten.org

Naturgarten und Bioland - Der Weg

Pressemitteilung zur Kooperation

Naturgarten e.V. und Bioland e.V. sind Kooperationspartner. Erster zertifizierter „Naturgarten- Empfohlen von Bioland" wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Bioland & Naturgarten in Weisel, 06. August 2009.

Am 6. August 2009 startete die neue Kooperation von Bioland e.V. und Naturgarten e.V. Damit ist künftig die Zertifizierung von Dienstleistungen im naturnahem Garten- und Landschaftsbau sowie die Zertifizierung von Produktionsbetrieben im Wildpflanzen- und Wildsamenanbau möglich. Beim Pressetermin in Weisel (Nähe Loreley) stellten beide Verbände den ersten zertifizierten „Naturgarten- empfohlen von Bioland" der Öffentlichkeit vor.

20 zertifizierte Fachbetriebe für Naturnahes Grün - empfohlen von Bioland werden zukünftig Leistungen nach gemeinsam entwickelten Richtlinien anbieten. Sie sind spezialisiert in den drei Kategorien „Planung, Gestaltung und Wildpflanzen- und Wildsamenproduktion". Der Gartenliebhaber kann nun deren umfassende Planungs- und Gestaltungsangebote nutzen, in denen gezielt einheimische, biologisch erzeugte Wildpflanzen sowie umweltverträgliche Baumaterialien im naturnahen Garten- und Landschaftsbau eingesetzt werden.

„Mit der Kooperation übernehmen Bioland e.V. und Naturgarten e.V. die ökologische Vorreiterrolle im naturnahen Garten- und Landschaftsbau", freut sich Thomas Dosch, Präsident von Bioland e.V. und erläutert: „Die Entwicklung von naturnahem Grün leistet dabei einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Artenvielfalt und einer Minimierung des Ressourcenverbrauches."

„Durch strenge Richtlinien, unabhängige Kontrollen und eine eigene Marke grenzen wir uns gegenüber dem konventionellen Garten- und Landschaftsbau klar ab", beschreiben Reinhard Witt und Kerstin Lüchow, Vorstände von Naturgarten e.V. das Konzept. „Unsere Fachbetriebe garantieren eine hohe ökologische Qualität im Dienstleistungsbereich und bei der biologischen Wildpflanzenproduktion - das wird jetzt durch glaubwürdige Zertifikate sichergestellt", ergänzen sie und hoffen, „dass noch möglichst viele weitere Naturgärten in dieser Art entstehen werden". 

Kernstück der Zusammenarbeit sind die gemeinsam entwickelten Richtlinien. So sind z.B. bei der Gestaltung von Naturnahem Grün mindestens 60% biologisch-einheimische Wildpflanzen zu verwenden. Der Einsatz von problematischen, invasiven Pflanzenarten oder gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzgut ist nicht gestattet. Ebenso tabu sind Natursteine aus Übersee und Tropenhölzer.

Diese Grundsätze sind in Deutschlands erstem „Naturgarten - empfohlen von Bioland" der Familie Knecht in Weisel im mittleren Rheintal berücksichtigt worden. In nur sechswöchiger Bauzeit entstand dieser struktur- und artenreiche Naturgarten. „Wir genießen täglich unser Gartenparadies", schwärmen Elke und Ernst Knecht. „Während andere in Urlaub fahren, beobachten wir Hummeln und Wildbienen bei der Nektarsuche oder ruhen wir uns bei einem Glas Wein auf dem Sitzplatz aus", erzählen sie begeistert. „Nachdem wir bereits jahrelanges Naturgartenmitglied sind, wollten wir 2007 endlich unseren eigenen Garten naturnah umgestalten und konsequent biologisch anlegen lassen. Überall werden Lebensräume zerstört - wir wollen der Natur einen Teil zurückgeben", meint Ernst Knecht. „Die Planung von Naturgarten-Fachbetrieb Robert Thöle mit vielen Elementen aus dem Naturgartenbereich hat uns sofort gefallen ", äußert Elke Knecht, die sich mit Ihrem Mann sehr über die gelungene Umgestaltung freut. Die Frage, was denn das Besondere an Ihrem Garten sei, beantworten sie einstimmig: „Durch die Bepflanzung mit einheimischen Wildpflanzen kommen auch die Tiere, v.a. die vielen Insekten wieder in unseren Garten zurück. Flora und Fauna sind optimal aufeinander abgestimmt - unser Garten ist jetzt Erlebnis-, Erholungs-, und Überlebensraum zugleich".

Die Betreuung der Fachbetriebe für Naturnahes Grün und die Information von Interessenten übernimmt Naturgarten e.V. Bioland e.V. unterstützt seinen Kooperationspartner vor allem bei der Kommunikation, bei der Belieferung der Fachbetriebe mit Bioland-Pflanzgut und bei der Weiterentwicklung der Zertifizierung.  

Weitere Informationen:

Naturgarten e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Kerstin Lüchow
Kernerstr. 64
D - 74076 Heilbronn
Tel. 07131 - 64 9999 6
Fax. 07131 - 64 9999 7
E-mail: geschaeftsstelle(at)naturgarten.orgwww.naturgarten.org

Bioland e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Kaiserstr. 18
55116 Mainz
Pressestelle Gerald Wehde
Tel. 0 61 31 - 23 97 9 -20
Fax 0 61 31 - 23 97 9 -27
E-Mail: presse(at)bioland.de

Wesentliches zur Kooperation von Naturgarten e.V. und Bioland e.V.

Ökologie und Umweltschutz sind seit Langem wichtige Themen in der Vereinsarbeit von Bioland e.V. und Naturgarten e.V. Jeder Verein hat jahrzehntelange Erfahrungen in seinen jeweiligen Arbeitsbereichen gesammelt.

Naturgarten e.V. ist bekannt für Planung, Gestaltung und Pflege von naturnahem Grün sowie für den Anbau von einheimischen Wildpflanzen und Wildsamen. In Deutschland und im europäischen Ausland sind auf Initiative des Naturgarten bereits viele artenreiche Naturgärten, Spielräume, Gewerbeflächen und naturnahe Projekte in öffentlichem Grün und freier Landschaft realisiert worden.

Bioland, als der Anbauverband in Deutschland mit Schwerpunkten im Bereich Gartenbau, Landwirtschaft. Imkerei, Weinbau und Verarbeitung ist es wichtig, auch die Entwicklung von naturnahem Garten- und Landschaftsbau zu fördern um den Kunden ein umfassenderes Angebot an ökologischen Vorleistungen zu bieten.

Da es bisher keine einheitlichen Vorgaben für die Planung und Anlage von Naturnahem Grün gab, haben sich die beiden Vereine entschlossen, ihre Erfahrungen gemeinsam in eine Kooperation einzubringen. Naturgarten und Bioland sind im Rahmen dieser Kooperation bestrebt, die Entwicklung von Naturnahem Grün zu fördern. Eindeutige Dienstleistungs- bzw. Produktkennzeichnungen sollen den Kunden die Entscheidung für die Produkte bzw. Leistungen der Fachbetriebe erleichtern. Die Fachbetriebe garantieren, dass sie naturnahes Grün in Form eines Planes, eines neu angelegten oder gepflegten Grundstückes oder einer Pflanze liefern können. Die hohe ökologische Qualität der Dienstleistungen und Wildpflanzenproduktion wird durch strenge Richtlinien sichergestellt.

In den letzten Monaten wurden die Richtlinien für naturnahes Grün und die entsprechende Prozesse und Strukturen gemeinsam erarbeitet. Seit August 2009 arbeiten alle „Fachbetriebe für Naturnahes Grün - empfohlen von Bioland" nach diesen Richtlinien. Erste Betriebe sind schon zertifiziert, weitere haben schon Interesse bekundet.

Weitere, wichtige Ziele der Kooperation sind:

• Ökologische Vorreiterfunktion in der naturnahen Garten- und Landschaftsgestaltung sowie bei der Wildpflanzenproduktion wahrnehmen.
• Durch strenge Richtlinien, unabhängige Kontrollen und Zertifizierung ein hohes Maß an Sicherheit für die Kunden gewährleisten.
• Wertvolle Refugien für Menschen, Pflanzen und Tiere nach definierten ökologischen Standards planen, gestalten und pflegen.
• Den Einsatz von Bioland Pflanzen im naturnahen Garten- und Landschaftsbau fördern.• Durch eine gemeinsame Marke die Bekanntheit der Fachbetriebe und ihre Dienstleistungen unterstützen.
• Die gemeinsamen Richtlinien und das Zertifizierungsverfahren für den naturnahen Garten- und Landschaftsbau weiterentwickeln
• Die Fachbetriebe intensiv begleiten und informieren.
• Zum Erhalt der biologischen Artenvielfalt beitragen.
• Regionalität im Garten- und Landschaftsbau fördern und den Ressourcenverbrauch minimieren.
• Faires Miteinander, soziales Verhalten, Aufbau eines Netzwerkes Gleichgesinnter.  

Bioland unterstützt den Vertragspartner in der Kommunikation und Weiterentwicklung der Zertifizierung. Naturgarten fördert den Einsatz von einheimischen, biologischen Wildpflanzen und umweltverträglichen Baumaterialien im naturnahen Garten- und Landschaftsbau.

Neben dem Kooperationsvertrag bilden die Gesamtunterlagen der Fachbetriebe, bestehend aus Richtlinien, Verfahrensbeschreibungen und Anlagen die Basis der Zusammenarbeit. Das nachfolgende Modell zeigt schematisch die Strukturen und Zusammenhänge des Zertifizierungsprozesses.

Modell einfügen

Wesentliches zu den Richtlinien der Fachbetriebe für Naturnahes Grün

Naturgarten e.V. und Bioland e.V. haben im Zuge ihrer Kooperation neue, gemeinsame Richtlinien entwickelt, die seit August 2009 und in überarbeiteter Form 2012 für alle Fachbetriebe für Naturnahes Grün - Empfohlen von Bioland verbindlich sind. Ein strenges Zertifizierungsverfahren, das aus regelmäßigen Kontrollen und Fachbetriebsprüfungen besteht, sichert die Einhaltung der Richtlinien.

Knapp 15 Fachbetriebe für Naturnahes Grün arbeiten in Deutschland nach diesen Richtlinien. Neue Firmen können sich jederzeit für die Aufnahmeprüfung bewerben.

Fachbetriebe für Naturnahes Grün gibt es in drei Kategorien Planung, Gestaltung und/oder Wildpflanzen- und Wildsamenproduktion. Sie tragen (unter Zusatz der Kategorie) die Marke -Empfohlen von Bioland.  Ihre zertifizierten Projekte werden mit dem Begriff Naturgarten - Empfohlen von Bioland gekennzeichnet. Die Gesamtunterlagen für den Fachbetrieb für Naturnahes Grün bestehen aus drei Teilen und können bei der Bundesgeschäftsstelle Naturgarten e.V. angefordert werden

.Teil 1 - Überblick + Verfahrensbeschreibungen.
Dieser Teil gibt eine Einführung ins Thema Naturnahes Grün und einen Überblick über Strukturen, Gremien und Zertifizierungsverfahren. Es enthält wesentliche Informationen für interessierte als auch bereits zertifizierte Fachbetriebe.

Teil 2 - Richtlinien
Kernstück der Kooperation von Naturgarten e.V. und Bioland e.V. Die Richtlinien nennen Anforderungen (so genannte „Muss"-Kriterien), die von den Fachbetrieben hinsichtlich Pflanzenverwendung, Baumaterialien, Arbeitsweisen, Pflanzenschutz, Pflege etc. eingehalten werden müssen. So genannte „Kann"-Kriterien (z.B. Ästhetik, Stilsicherheit, standortgerechte Pflanzungen, zusätzliche Nisthilfen...) geben Empfehlungen für eine naturnahe Planung, Gestaltung oder Wildpflanzenproduktion und werden bei den Prüfungen und Kontrollen mit Zusatzpunkten bewertet.

Teil 3 - Anlagen zu den Richtlinien
Die Anlagen in Teil 3 ergänzen die Richtlinien, sind weitere Verfahrensbeschreibungen und liefern Vordrucke für Bewerbung, Kontrollwesen und Vertragsabschlüsse.Wesentliche „Muss"-Kriterien der gemeinsamen Richtlinien:
• Verwendung mindestens 60% biologisch-einheimischer Wildpflanzen
• Keine Verwendung konventionell-nicht einheimischer Pflanzen
• Keine Verwendung von problematischen, invasiven Pflanzenarten (aktuelle Liste BfN)
• Keine Verwendung von gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzgut
• Keine Verwendung von Saatgut oder Pflanzen, die durch Kombinations-, Heterosis-, Hybrid-, Mutationszüchtung oder mit Hilfe der Gentechnik gezüchtet wurden.
• Verwendung von Pflanzenbehandlungsmitteln, Düngern und Bodenverbesserungsmitteln entsprechend den aktuellen Bioland-Positivlisten
• Verwendung von Natursteinen aus Mitteleuropa - keine Steine aus Übersee• Verwendung von mitteleuropäischen Holzarten (z.B. Lärche, Eiche, Buche, Robinie, Douglasie, Edelkastanie) - keine Verwendung von Tropenhölzern
• Verzicht auf Holschutzmittel mit biozider Wirkung. Kein Kesseldruckimprägniertes Holz.
• Keine Verwendung von PVC-haltigen Neumaterialien(Ausnahme: sie sind erlaubt, wenn keine umweltfreundlichen Baumaterialien auf dem Markt verfügbar sind)
• Erfüllung der fachlichen Qualifikation (Nachweise Fortbildungen)
• Einhaltung der Naturschutzgesetze und des Washingtoner Artenschutzabkommens.

Bioland – Landwirtschaft der Zukunft

Bioland ist der bedeutendste Verband für ökologischen Landbau in Deutschland. 5800 Landwirte, Gärtner, Imker und Winzer wirtschaften nach den Bioland-Richtlinien. Hinzu kommen rund 1000 Partner aus Herstellung und Handel wie Bäckereien, Molkereien, Metzgereien und Gastronomie. Gemeinsam bilden sie eine Wertegemeinschaft zum Wohl von Menschen und Umwelt. Seit über 40 Jahren entwickeln die Bioland-Mitglieder mit ihrem Verband eine ökologisch, ökonomisch und sozial verträgliche Alternative zur intensiven, von Industrie und Fremdkapital abhängigen Landwirtschaft. Ziel der täglichen Arbeit der Bäuerinnen und Bauern ist die nachhaltige Erzeugung hochwertiger und gesunder Lebensmittel. Wirtschaften im Einklang mit der Natur, Förderung der Artenvielfalt sowie aktiver Klima- und Umweltschutz sichern unsere Lebensgrundlagen und erhalten eine vielfältige Kulturlandschaft. Denn Biolandbau heißt: An die Zukunft denken. Wichtige Eckpfeiler sind dabei die sieben Bioland-Prinzipien für die Landwirtschaft der Zukunft www.bioland.de/ueber-uns/sieben-prinzipien.html 

Die Bioland-Gemeinschaft trägt soziale Verantwortung durch die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze und die Erhaltung einer lebendigen Kultur auf dem Land. Basis dafür sind faire Partnerschaften zwischen Landwirten, Herstellern und Händlern. Faire Preise in dieser Partnerschaft liefern die wirtschaftliche Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung bäuerlicher Betriebe und machen ökologische Erzeugung zu einem attraktiven Berufsfeld für junge Menschen. In der Bioland-Gemeinschaft werden der organisch-biologische Landbau und damit die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft beständig weiterentwickelt. Der Bioland e.V. ist basisdemokratisch organisiert und engagiert sich als Interessenvertretung seiner Mitglieder und Partner gesellschaftspolitisch und Zukunft gestaltend. Bioland entwickelt Lösungsansätze für heutige und zukünftige Herausforderungen wie die ausreichende Versorgung mit gesunden, gentechnikfreien Lebensmitteln, artgerechte Tierhaltung und Klimaschutz. Bioland steht für die Landwirtschaft der Zukunft. Der Naturgarten e.V. teilt die Prinzipien von Bioland.

Die gemeinsamen Grundsätze sind auch in den Naturgarten-Richtlinien für Dienstleistungen im naturnahen Garten- und Landschaftsbau sowie für Produktionsbetriebe im Wildpflanzen- und Wildsamenanbau zu finden. Damit leistet der Naturgarten e.V. einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Artenvielfalt und zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs. Die Einhaltung der Richtlinien wird durch unabhängige Kontrollen der angeschlossenen Naturgarten-Fachbetriebe gesichert.

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Yvonne Jöhler-Ruhland
Öffentlichkeitsarbeit Bioland e.V.
Kaiserstraße 18
D - 55116 Mainz
06131 - 23979 12
Yvonne.joehler@bioland.de www.bioland.de
www.bioland.de

Erster zertifizierter Naturgarten - Empfohlen von Bioland

Naturgarten Weisel - Idylle an eigenen Ufern und steinreichen Trockenmauern

„Eine Gegend wie ein Dichtertraum" - 2002 hat die UNESCO das Gebiet zwischen Bingen und Koblenz mit seinem abwechslungsreichen Flusslauf, seinen Burgen, malerischen Ruinen und der Loreley, einer bekannten Felsformation, zum Weltkulturerbe „Mittleres Rheintal" erklärt. Am Rande liegt der kleine Ort Weisel mit Deutschlands erstem zertifizierten Naturgarten - empfohlen von Bioland.

2007 wurde von der Firma NATURgarten & BadeTEICH gemeinsam mit den Besitzern Elke und Ernst Knecht ein Plan für die Umgestaltung des Privatgartens entworfen. Landschaftstypische Elemente vom Rhein samt seiner Weinberge mit ihren charakteristischen Trockenmauern konnten in das Projekt mit einfließen.

In nur sechswöchiger Bauzeit entstand daraus ein lebendiger Naturgarten mit geschwungenen Wegen, Bachläufen, Teichen und anmutigen Natursteinmauern. Die Fichtenveteranen einer ehemaligen Weihnachtsbaumkultur wurden gefällt. Alte, ökologisch wertvolle Laubbäume im Randbereich wurden dagegen in die Planung mit einbezogen. Blickfang sind zwei neue Naturteiche. Die restlichen Flächen wurden mit nährstoffarmem Schotter (als Basis für einen wildpflanzenreichen Garten) aufgefüllt. Bei der Umgestaltung kamen ausschließlich ökologische Baumaterialien (z.B. EPDM-Kautschukfolie, Natursteine aus der Region) zum Einsatz. Ein leise plätschernder Bachlauf windet sich unter Stegen aus quer liegenden Holzstämmen hindurch und verbindet die Teiche miteinander. Sprungsteine im großen Teich ermöglichen jungen und älteren Forschern Naturbeobachtung aus allernächster Nähe. Heute wachsen mehr als 35 einheimische Wasserpflanzenarten in den Feuchtbiotopen und über 200 einheimische Wildpflanzenarten auf großflächigen Trockenstandorten - natürlich alle in Bioland-Qualität. Kunstvoll gepflasterte Sitzplätze aus regionaler Grauwacke und Basalt laden zum Beobachten, Feiern, Innehalten und Ausruhen ein.

In Eigenregie legte das Ehepaar Knecht zwei weitere Trockenstandorte im Eingangsbereich des Hauses an - als kleine private Versuchsflächen: Ein Beet mit etwas Grünkompost (als Startdüngung), das andere Beet ganz ohne Kompost. Auf beiden Beeten wachsen jetzt einheimische, an Magerstandorte angepasste Wildpflanzen. Sie sind Blickfang und Willkommensgruß für Bewohner und Besucher und bilden den Übergang zum biologisch bewirtschafteten Nutzgarten. Verspielte Kunstobjekte aus Ton, Metall und Holz fügen sich harmonisch in den Garten ein, sie präsentieren sich dem Besucher oft erst auf den zweiten Blick.  Lassen Sie sich Verzaubern vom Charme dieses Naturgartens - empfohlen von Bioland.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bauzeit: Frühjahr 2007
  • Fläche: 900m²
  • Merkmale: Privatgarten kann auf Anfrage besichtigt werden
  • Baujahr: 2007
  • Größe: 10a
  • Untergrund Trockenstandorte: Ziegelbauschutt (Scheunenabriss)
  • Deckschicht (30cm) Trockenstandorte: 0/45er Schotter (Grauwacke)
  • Grunddüngung
  • Trockenstandorte: 1cm Grünkompost
  • über 200 einheimische Wildpflanzenarten (Bioland). 
  • über 35 einheimische Wasserpflanzenarten (Bioland)
  • Zwei naturnahe Teiche mit Bachlauf Regenwasserspeicher (Dach- und Hofabläufe)
  • Natursteine aus der Region (Grauwacke und Basaltpflaster aus Straßenaufbruch)
  • Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft (Frankreich)
  • EPDM-Kautschuk-Folie als Teichabdichtung

Adresse:
Naturgarten Weisel
Elke und Ernst Knecht
Neustrasse 17
56348 Weisel
Tel.: 06774 - 8100
E-mail: ernst.knecht@t-online.de    

Über den Fachbetrieb für Naturnahes Grün (Gestaltung) - Empfohlen von Bioland:
NATURgarten&BadeTEICH - Robert Thöle (Gärtnermeister GL)
Seit 1999 spezialisiert auf Planung und Ausführung von anspruchsvollen Naturgärten: Natur-Erlebnis-Räume, Schulen, Kindergarten, Spielplätze, Trockenmauern, Natursteinarbeiten, Natursteinpflaster, Verwendung einheimischer Wildpflanzen aus Bioland-Anbau. Außerdem Planung und Bau von Naturgarten-Badeteich®
Aktionsradius : Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Luxemburg, Bayern, Schweiz, Frankreich.
Mehr dazu:www.naturgarten-fachbetriebe.de/mit-gestaltung.html www.thoele-naturgarten.de/

 
 

Naturgarten-Bioland Kooperation