Hinweis

Naturgartenlied - Naturgartentage 2008

 

Refrain:

Wir leben in Gärten in deutschen Landen
und wollen ein Lied für Euch singen;
wir erzählen von allerhand, was wir erleben,
von häßlichen und schönen Dingen:
Die meisten Gärten sind totgepflegt
mit schier unendlichem Fleiße.
Das finden wir, ehrlich gesagt ...
Das finden wir, ehrlich gesagt ...
lalala-la.

1.
Willi, der Gartenzwerg, und der Maulwurf Fritz
schauen sich im Garten um und halten's für ‘nen Witz:
Der Gärtner spritzt, die Raupe stirbt, die anderen stehen stumm.
Der Maulwurf sagt: „Ist das dumm!
Komm, wir zieh‘n um!"

2.
Willi sagt: „Schnell, komm mit! Du kannst mir vertraun;
wir geh'n zum Nachbarn Witt-Genstein, der wohnt gleich hinterm Zaun."
Der Mann schläft fest, die Raupe frißt, hier geht es allen gut.
„Oh, wie gut das tut!
Das macht uns Mut."

Ref.

3.
Im Nachbargarten finden sie - es ist fast nicht zu glauben:
Der Gärtner in der Hängematt‘ frißt ungespritzte Trauben.
Die Vögel fressen fleißig mit, gesund sind Mensch und Tier.
Fritz ruft: „Welch ein Plaisir!
Wir bleiben hier!"

4.
Ein Vogel sitzt im Weißdornstrauch und singt mal laut, mal leise.
Das ist ein junger Meiserich, der hätt‘ gern eine Meise.
Der Frosch quakt eine Fröschin an, der Weißling fliegt zum Kohl;
selbst der selt'ne Pirol
fühlt sich hier wohl.

Ref.

5.
Vor der Hecke, in den Beeten und der Blumenwiese
stehen viele wilde Kräuter, Insekten lieben diese.
Die Karde blüht, die Nessel wächst, der Käfer frißt sich satt,
weil er auf manchem Blatt
noch Blattläuse hat.

6.
Im Teich und in der Trockenmauer lebt ganz viel Getier:
Den Bitter- und den Schmetterling und noch viel mehr gibt's hier.
Selbst auf dem Hausdach ist es bunt, da wachsen Blumen pur.
Die Leute staunen nur,
die Leute staunen nur:
„Das ist Natur!"

Text: Michael Schick, Monika Gründer (Grünberg, Januar 2008) - Alle Urheberrechte vorbehalten.
Melodie: nach einem irischen Volkslied